Die FPÖ hat dieser Tage ein eigenes Modell zur Spritpreissenkung vorgestellt – und verschaffte diesem mit einer ungewöhnlichen Aktion gleich zu einer ordentlichen Portion Aufmerksamkeit.
Partei-General Michael Schnedlitz, flankiert vom Wiener Spitzenduo Dominik Nepp und Maximilian Krauss, schenkten zwei Stunden lang in der Brunnengasse (16.) Billig-Sprit aus. Mit 30-Euro-Gutscheinen sollten die Kunden zu "FPÖ-Preisen" tanken.
Um Punkt 16 Uhr purzelte die Anzeige auf 1,52 Euro für Diesel und 1,32 Euro für Super. Der Andrang war groß, rund einhundert Autofahrer stellten sich für den Billigsprit an.
Um 18 Uhr war es damit auch schon wieder vorbei – und der Betreiber soll die Preise direkt im Anschluss wieder fett nach oben geschnalzt haben. Das könnte ein juristisches Nachspiel haben, denn das ist schon lange verboten.
Tankstellen dürfen Preiserhöhungen nur um 12 Uhr mittags durchführen und seit der jüngsten Vorgabe im Zuge der Iran-Krise auch das nur noch an drei Tagen der Woche: Montag, Mittwoch und Freitag.
Nach der FPÖ-Aktion hätte der Betreiber also damit mindestens bis Montagmittag warten müssen. Wie die ZIB2 Montagnacht berichtet, prüft das Wiener Marktamt derzeit, ob gegen das Preisauszeichnungsgesetz oder die Spritpreisverordnung verstoßen wurde.