Die Arbeitslosigkeit in Österreich lag im Vorjahr bei 7,4 Prozent. Deutlich höher war sie bei Personen aus Syrien mit 33 Prozent, Somalia mit 30 Prozent und Afghanistan mit 23 Prozent.
Noch dramatischer ist die Situation bei Frauen. So lag die Arbeitslosenquote bei Syrerinnen rund 43 Prozent, bei Somalierinnen 40 Prozent und bei Afghaninnen 37 Prozent. Diese Daten gehen aus dem Factsheet "Flüchtlinge und Schutzberechtigte in Arbeit" des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) hervor.
Die Erwerbsquote von Personen mit Migrationshintergrund wiederum lag im Jahr 2024 bei 69 Prozent. Jene der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund betrug sie 76 Prozent. Deutlich niedriger war sie bei Personen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. In dieser Gruppe waren im Durchschnitt 44 Prozent erwerbstätig.
Besonders gering war dabei die Quote von Frauen mit gerade einmal 24 Prozent. Männer aus diesen Herkunftsländern gingen zu 56 Prozent einer Beschäftigung nach. Damit lag die Erwerbstätigkeit dieser Gruppe deutlich unter dem Durchschnitt aller Personen mit Migrationshintergrund. Zum Vergleich: Die Erwerbstätigenquote von Personen aus der Türkei betrug 64 Prozent, jene von Personen aus Ex-Jugoslawien immerhin 72 Prozent.
Der ÖIF hat sich aber auch angesehen, wie viele Personen aus den sechs Herkunftsländern mit den meisten Anerkennungen von Asyl und subsidiärem Schutz (Syrien, Afghanistan, Somalia, Russland, Iran und China) im Jahresdurchschnitt 2025 unselbstständig beschäftigt waren. Diese Zahl lag bei rund 82.000. Gleichzeitig waren rund 44.000 Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte arbeitslos gemeldet oder in Schulung.
Interessant: Personen aus diesen sechs Ländern arbeiteten im Vorjahr vor allem in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie (15.500), Handel (12.000) sowie in der Herstellung von Waren (10.100). Weitere wichtige Beschäftigungsbereiche: sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (9.900), Verkehr und Lagerei (6.700) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (5.200).