Während des Feuerwehrfestes in Klausen-Leopoldsdorf (Bezirk Baden) soll es offenbar zu einem K.o.-Tropfen-Vorfall gekommen sein. Ein anonymer Anrufer bei der "Kronen Zeitung" beschuldigte sogar die Feuerwehr, diesen Vorfall vertuscht haben zu wollen.
Die Feuerwehr ist ob der Vorwürfe entsetzt und dementiert diese auf Facebook vehement. Chefinspektor Johann Baumschlager gibt auf "Heute"-Anfrage Einblick übern aktuellen Stand der Ermittlungen zu dem Vorfall am 13. Juli.
"Eine 34-jährige Frau stand unter Vergiftungsverdacht, als sie nach der Zunahme von alkoholischen Getränken wirre Aussagen von sich gegeben hat", bestätigt der Polizeisprecher. Nachdem sich ihr Zustand noch stärker verschlechtert hatte, wurde sie mit der Rettung ins Landesklinikum Baden gefahren.
Kurz darauf wurde laut Baumschlager eine 29--jährige Person mit ähnlichen Symptomen, jedoch nicht so ausgeprägt wie beim ersten Opfer, gefunden und ebenfalls ins Spital gebracht.
"Der anwesende Notarzt konnte die Verwendung von K.o.-Tropfen nicht ausschließen", heißt es von der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Momentan werden die Proben im Krankenhaus analysiert. Die Ergebnisse brauchen jedoch noch Zeit. Beide Opfer erstatteten Anzeige gegen den unbekannten Täter.
Somit sind von der Polizei zwei Verdachtsfälle bestätigt worden.
Mittels Facebook-Posts wehrt sich die Feuerwehr gegen die Vorwürfe des anonymen Anrufers. Man habe nichts vertuscht, sondern genau das Gegenteil gemacht. Die Feuerwehr stehe im engen Kontakt mit der ermittelten Polizeiinspektion Alland und unterstützt diese bei der Aufklärung.
Man nehme die Vorfälle sehr ernst, warte momentan auf die Auswertung der Proben und suche aktiv nach Verdachtspersonen und stelle alle relevanten Informationen der Polizei zur Verfügung.
Außerdem bat die Einsatzorganisation um Verständnis, die laufenden Ermittlungen abzuwarten und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Die Sicherheit und das Wohl der Gäste stehe an oberster Stelle. "Mit dem Facebook-Post haben wir alles gesagt, was wir wissen und was es zu sagen gibt", betonen der Kommandant Stefan Maier und sein Stellvertreter Lukas Höhl auf "Heute" -Anfrage.