Im Frühling werden Frösche, Kröten und Molche wieder munter und machen sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen – auch Mitte Februar ist das bereits möglich, weshalb der Naturschutzbund Österreich jetzt bereits "Krötentaxis" sucht.
Es lauern auf die Tiere einige Gefahren. Anna Loupal vom Naturschutzbund erklärt: "Das Problem ist, dass sie oftmals sehr stark befahrene Straßen überqueren müssen und das führt im schlimmsten Falle wirklich zu sehr, sehr vielen Todeszahlen innerhalb der Amphibien. Kaum ein Weg zu den Gewässern wird nicht zur Todesfalle für viele Amphibien.
Auch du möchtest helfen, den Kröten, Fröschen und anderen Amphibien sicher über die Straße zu kommen? Dann melde dich bei der "Froschklaub-Börse". Auch nur ein "Dienst" hilft Leben zu retten. DANKE
Um das zu verhindern, kann man Amphibienschutzzäune aufstellen, so Loupal. "Das sind ungefähr kniehohe Zäune aus Holz oder Kunststoff. Auf der straßenabgelegenen Seite sind dann auch Kübel eingegraben. Die Tiere wandern auf die Straße zu, stoßen an diesem Zaun an und wandern dann den Zaun entlang, bis sie in diese Kübel hineinfallen."
Damit die Tiere sicher über die Straße kommen, braucht es Freiwillige. Diese nehmen die Kübel und bringen die Frösche, Kröten und Molche auf die andere Seite. Da die Tiere aber nachtaktiv sind, ist der Einsatz für die Helfer oft zu eher ungemütlichen Zeiten.
„Die Arbeit beginnt in den späten Abendstunden zum Einbruch der Dunkelheit. Dann muss man an der Strecke auf- und abmarschieren, die Kübel kontrollieren, an den Zäunen alle Tiere aufklauben, die man findet“Anna LoupalNaturschutzbund Österreich
Neben den Abendschichten gibt es auch Morgenschichten. "Die Tiere wandern ja bis spät in die Nacht. So lange können wir meistens nicht an den Zäunen bleiben. Und dafür gibt es dann die Morgenschichten, wo dann unsere Freiwilligen kommen, die Kübel entleeren und die Tiere sicher auf die andere Straßenseite bringen." Die ersten Einsätze starten schon Mitte Februar, wenn der Springfrosch, der Grasfrosch und die Erdkröte aus der Winterruhe erwachen und zu ihren Laichgewässern wollen.