Ein kurzer Ausflug auf den Rasen, ein Selfie mit einem Fußball-Star und jetzt eine knallharte Strafe!
Ein 13-jähriger Fan muss nach dem Nations-League-Duell zwischen den Niederlanden und Deutschland (1:1) gleich fünf Jahre auf Stadionbesuche verzichten. Der niederländische Fußballverband KNVB greift nach der Flitzer-Aktion in Amsterdam hart durch.
Die kuriose Szene spielte sich gegen Ende der zweiten Halbzeit ab. Der Jugendliche stürmte auf den Rasen und lief auf den niederländischen Nationalspieler Tijjani Reijnders zu. Auf dem nassen Spielfeld verlor er beinahe den Halt und rutschte in Richtung des Mittelfeldstars.
Trotzdem gelang ihm sein Vorhaben: Der 13-Jährige ergatterte ein Selfie mit dem Oranje-Kicker. Als er anschließend wieder auf die Tribüne zurückkehren wollte, wurde er vom Sicherheitspersonal gestoppt.
Die Konsequenzen haben es in sich. Der Bub darf fünf Jahre lang keine Profispiele in niederländischen Stadien besuchen. Zusätzlich soll er 100 Euro Strafe zahlen.
Doch damit könnte die Angelegenheit noch nicht erledigt sein. Der Verband prüft, ob weitere Kosten bei den Eltern eingefordert werden können. Dazu zählen auch mögliche Strafen durch die UEFA.
Der KNVB verweist auf seine geltenden Richtlinien. Demnach ist die fünfjährige Stadionsperre für derartige Vergehen bereits in den Bestimmungen für die Saison 2026/27 vorgesehen.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein junger Fan in den Niederlanden für ein Selfie mit einem Fußball-Star teuer bezahlen muss. Bereits 2021 wurde ein ebenfalls 13-jähriger Bub für fünf Jahre gesperrt, nachdem er bei einem Länderspiel gegen Montenegro auf den Rasen gelaufen war, um ein Foto mit Memphis Depay zu machen.