Während Österreich den Nationalfeiertag begeht, lädt die FPÖ in Wien zu ihrem traditionellen "Neutralitätsfest". Parteichef Herbert Kickl verteilt dabei persönlich Gulasch – und sorgt mit seinen politischen Ansagen für Aufmerksamkeit.
Am Montag feiert Österreich zum 71. Mal den Nationalfeiertag. Rund um die Wiener Hofburg stehen die offiziellen Feierlichkeiten mit Kranzniederlegung, der Angelobung von Rekruten und die Leistungsschau des Bundesheeres auf dem Programm.
Die FPÖ setzt unterdessen auf eine eigene Veranstaltung. Hinter dem Parlament, in der Wiener Reichsratsstraße, findet erneut das freiheitliche "Neutralitätsfest" statt. Besonderer Programmpunkt ist das traditionelle Gulasch, das Kickl auch heuer wieder persönlich an die Besucher ausgibt.
Nach eigenen Angaben hat er dafür gemeinsam mit seinem Team die ganze Nacht gekocht. Vom vielen Zwiebelschneiden würden ihm sogar noch die Augen brennen. Sein Motto dazu: "Ohne Mampf kein Kampf".
Bevor das Essen ausgegeben wurde, richtete sich Kickl mit einer Ansprache an die Besucher. Dabei sprach er unter anderem über die österreichische Neutralität, die für ihn eine zentrale Bedeutung für die Sicherheit des Landes hat.
"Für euch da zu sein, heißt auch, dass wir unsere Neutralität hochhalten, verteidigen und für die Zukunft ausbauen", erklärte der FPÖ-Chef. Er bezeichnete die Neutralität als besten Schutz und Sicherheitsgaranten für Österreich.
Zum Abschluss gab Kickl das Signal für die Essensausgabe: "Gulasch-Kanone Feuer frei."
In seiner Rede griff Kickl außerdem eine seiner politischen Forderungen auf. Er brachte erneut den von ihm gewünschten Abschiebe-Flieger namens "Airbert One" ins Spiel. Für diesen würde er nach eigenen Angaben als Pilot mit dabei sein und sogar den Pilotenschein machen. Auch die von der FPÖ propagierte "Festung Österreich" war Thema seiner Ansprache.
Neben den politischen Botschaften und der Verpflegung bietet das Neutralitätsfest auch Unterhaltung für Kinder. Auf dem Programm stehen eine Hüpfburg und Kinderschminken. Besucher haben außerdem die Gelegenheit, mit freiheitlichen Nationalratsabgeordneten persönlich ins Gespräch zu kommen.