Streit im malerischen Salzkammergut. Nach einem Besuch auf der bekannten Blaa Alm in Altaussee beschwerte sich ein Gast, dass er für einen halben Liter Leitungswasser zwei Euro bezahlen musste – trotz "voller Konsumation", wie er meint.
Der Gast findet den Aufpreis unnötig. Die Betreiberin der Alm sieht das allerdings ganz anders.
"Seine 'volle Konsumation' waren eine Cremeschnitte und ein Kaffee. Das haben die zu zweit gegessen", sagt Chefin Ulli Moser zu "Heute". Außerdem sei in der Speisekarte klar angeführt, dass Leitungswasser extra verrechnet wird.
"Bei Kaffee und Wein ist immer Wasser dabei. Er wollte extra einen halben Liter Leitungswasser", erklärt die Wirtin. Gerade auf der Blaa Alm würden viele Gäste ausschließlich Leitungswasser trinken.
Die Betreiberin erklärt den Preis: "Ich muss davon meine Kellner bezahlen, das Abwaschen und natürlich das Wasser selbst, dazu die Kanalgebühr", sagt Moser. Wenn der Kellner "nur das Wasser hergibt", verdiene niemand daran.
Die Preise seien transparent geregelt: "Das steht auch in der Speisekarte. Ein viertel Liter kostet einen Euro, ein halber zwei Euro." Laut der Chefin sei ihr Betrieb in der Gegend sogar "eines der günstigeren Lokale". Und sie stellt klar: "Ich muss gar kein Wasser hergeben."