"Niemals vergessen"

"Gegen autoritäre Regime": Ludwig bei Februargedenken

Die SPÖ Wien gedachte nun der Opfer des Bürgerkriegs im Jahr 1934. Bürgermeister Ludwig warnte vor autoritären Entwicklungen – auch in Europa.
Thomas Peterthalner
12.02.2026, 23:33
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"Niemals vergessen – Demokratie schützen" lautete das Motto beim 92. Februargedenken der SPÖ Wien Mittwoch beim Karl-Münichreiter-Denkmal in Wien-Hietzing. "Das Schicksal Karl Münichreiters steht stellvertretend für all jene, die vor 92 Jahren für Freiheit, soziale Rechte und eine demokratische Republik ihr Leben ließen – und für die Notwendigkeit, sich auch heute gegen autoritäre Regime zu stellen und für soziale Gerechtigkeit sowie parlamentarische Demokratie einzutreten", so Bürgermeister Michael Ludwig danach auf Facebook.

"Einsatz für Demokratie und soziale Rechte"

Ludwig erinnerte in seiner Rede an den 12. Februar 1934 als Symbol für den Widerstand gegen autoritäre Entwicklungen und für den Einsatz für Demokratie und soziale Rechte. Solidarität sei kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Praxis. Es sei leicht, "bei Sonnenschein" nebeneinanderzustehen und Unterstützung zu bekunden. Entscheidend sei das solidarische Zusammenstehen in schwierigen Zeiten – und in solchen befänden wir uns derzeit. "Der Abbau demokratischer Freiheiten, von Rechtsstaatlichkeit und freien Medien vollzieht sich beispielsweise in den USA aktuell in atemberaubendem Tempo und auch in Europa sowie Österreich erstarkt der Rechtspopulismus weiter", warnte Ludwig.

Bürgerkrieg in Österreich

Im Februar 1934 hatten sich der rote Schutzbund und Heimwehr-Verbände blutige Gefechte geliefert, Zentren des Aufstands in Wien waren Arbeiterheime und Gemeindebauten. Hunderte Zivilisten und Kämpfer kamen ums Leben oder wurden später, wie Karl Münichreiter, hingerichtet.

Auftrag für Gegenwart und Zukunft

Bei der Gedenkveranstaltung zu den Februarkämpfen 1934 am Goldmarkplatz am Mittwochabend wurde nicht nur der Opfer gedacht, sondern auch der bleibende Auftrag für Gegenwart und Zukunft betont. Das Erinnern an die Ereignisse des Jahres 1934 sei mehr als ein historischer Rückblick – es sei Mahnung, Verpflichtung und politischer Auftrag zugleich. "Niemals vergessen", lautet auch hier das Motto.

SP-Chef Babler mit dabei

Vizekanzler und SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler nahm ebenfalls an der Gedenkfeier teil. Einen besonderen Akzent setzte die künstlerische Gestaltung mit einer Performance. Auch 92 Jahre nach den Februarkämpfen bleibe der Auftrag derselbe – nämlich, die Demokratie zu verteidigen.

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