Viele landen im Krankenhaus

"Gewürgt, geschlagen" – mehr Attacken auf Busfahrer

Hunderte Vorfälle jährlich und die Zahl steigt. Spuck-Attacken und extreme Gewalt erleben die Chauffeure. Jetzt fordern sie Schutz!
Michael Pollak
25.01.2026, 21:17
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"Es ist ärger geworden, im Nachtverkehr ist es brutal", das sagt ein Busfahrer zu "Heute" (er will anonym bleiben). Seine Beobachtung: "Seit fünf Jahren ist die Zahl der Angriffe auf uns enorm gestiegen."

Eine Statistik (von 2024) belegt: Alle zwei Tage werden Mitarbeiter der Wiener Linien attackiert. Bundesweit liegt die "Schlagzahl" wohl deutlich höher.

"Heute" hat mit Markus Petritsch, vida-Vorsitzender des Bereichs Straße, gesprochen – er vertritt die etwa 15.000 Busfahrer des Landes. Seine Beispiele zeigen, wie hart der Job wirklich ist. In Kärnten etwa: "Zwei Jugendliche steigen in Klagenfurt in einen Bus, sie werden aufgefordert, Tickets zu kaufen. Ihre Reaktion: Sie würgen den Fahrer und schlagen ihm ins Gesicht."

In Wien, so Petritsch, gibt es eine Linie, die an Brennpunktschulen vorbeiführt: "Hier gibt es in den Bussen immer wieder Sachbeschädigungen und Übergriffe gegen Lenker – häufig werden sie angespuckt."

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Vorfall in Tirol vor einigen Tagen: Lärmbelästigung im Bus, der Fahrer will sich darum kümmern, doch die Jungs schlagen sofort zu, "es endet schmerzhaft mit einer Jochbeinprellung und einem blauen Auge."

Vor etwa zwei Monaten kam es auch in Niederösterreich zu einem schlimmen Fall: Ein Busfahrer (47) wurde von zwei Männern mit Säure attackiert, er wurde schwer verletzt.

Eine zusätzliche Gefahr für die Profi-Chauffeure lauert derzeit in den Skigebieten. Die Mischung aus Après-Ski, viel Alkohol und Verkehrsmittel sorgt immer wieder für Spannungen: "Da fallen die Hemmungen und es kommt zu Übergriffen", so der Gewerkschafter.

Lenker fordern mehr Sicherheit

"Es reicht jetzt", sagen die Busfahrer. Sie fordern Schutzmechanismen, um die Gefahr abzuwenden. Geschlossene Fahrerkabinen gebe es auch in Straßenbahnen, das hätten Busfahrer auch verdient. "Gewisse Maßnahmen gibt es seit Corona, aber nicht überall und das reicht leider nicht", klagt Petritsch. Sein dringender Appell ist an die Politik und an die Verkehrsverbünde gerichtet.

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