Nach dem internationalen Rückruf verunreinigter Babynahrung müssen nun auch österreichische Familien aufmerksam bleiben. Laut aktuellen Berichten gab es hierzulande offenbar vier bestätigte Fälle einer Cereulid-Intoxikation bei Kleinkindern.
Bereits im Dezember hatten die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) eine Verunreinigung von Säuglingsnahrung mit dem Toxin Cereulid gemeldet. Die Substanz kann bei Babys Durchfall und Erbrechen auslösen.
Mehrere große Hersteller, darunter Nestlé, Danone und Lactalis, riefen daraufhin Produkte in mehr als 60 Ländern zurück.
Am Donnerstag folgte eine vorsichtige Entwarnung: "Angesichts des Umfangs der Rückrufe ist die derzeitige Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber kontaminierten Säuglingsanfangsnahrungsmitteln gering", erklärten EFSA und ECDC am Donnerstag.
Dennoch wurden bereits in mindestens sieben EU-Ländern Erkrankungen dokumentiert. In Frankreich wird zu drei Todesfällen ermittelt. Das Gesundheitsministerium betonte: "Bis heute wurde wissenschaftlich keine Schuld nachgewiesen. Zu diesen Meldungen laufen derzeit strafrechtliche Ermittlungen."
Eltern sollten Rückruflisten prüfen und bei starkem Erbrechen oder Durchfall sofort ärztlichen Rat einholen. Trotz der vier österreichischen Fälle sehen die EU-Behörden die allgemeine Vergiftungsgefahr mittlerweile als weitgehend gebannt.