Tierischer Umzug

Giftige Risse! Größtes Tierheim Österreichs zieht um

Immer mehr Tiere und ein ungünstiges Teerfundament zwingen Tierschutz Austria, eine moderne Zweigstelle in Wöllersdorf (NÖ) zu bauen.
18.06.2026, 11:32
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Seit einiger Zeit wurde bereits nach einem geeigneten Grundstück gesucht, um das in die Jahre gekommene Tierschutzhaus in Vösendorf mit einer weiteren Betriebsstätte zu entlasten. In der Gemeinde Wöllersdorf (Bezirk, Wiener Neustadt) scheint man nun alles gefunden zu haben, was man braucht.

Teer und Risse

Vor allem das Katzenhaus in Vösendorf steht auf einem nahezu unmöglichen Fundament von Teer, da sich dort das ehemalige OMV Gelände befand. In der Hitze wird es weich, im Winter härtet es wieder aus und das Gebäude der Stubentiger ist praktisch immer in Bewegung. Auch wenn immer wieder Tests zeigen, dass der Boden zwar nicht optimal, aber auch nicht giftig sei, möchte man dieses Problem einfach endlich vom Tablett schieben.

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"Viele Umbauten werden bei vollem Betrieb natürlich auch in Vösendorf vorgenommen, während man in Wöllersdorf erst beginnt", so Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, Madeleine Petrovic über die herausfordernden Monate, die auf den Tierschutzverein zukommen.

Auf diesem Grünland wird die Außenstelle von Tierschutz Austria entstehen. (v.l.n.r: Bürgermeister Florian Pfaffelmaier, Dr Madeleine Petrovic , Tierschutzbeauftragte Gemeinderätin Pamela Zezula-Dettmann)
©WTV

Wer wohnt dann wo?

Der Schwerpunkt in Wöllersdorf soll am Wildtiersektor liegen, da man dort natürlich auch bessere Chancen hat, die Vögel, Eichhörnchen oder Feldhasen wieder sicher auszuwildern. Auch möchte man das Hundetraining für ängstliche und unsichere Vierbeiner in den Süden verlagern und einen Gnadenhof für Unvermittelbare andenken.

„Auch eine Tierpension im Urlaubsfall soll realisiert werden, aber wer von unseren Schützlingen jetzt tatsächlich im Detail in welchem Tierheim wohnen soll, steht bisher nicht so genau fest“
Madeleine PetrovicPräsidentin, Wiener Tierschutzverein

Erneuerbare Energie

Auch bei Strom und Heizkosten möchte man unabhängig sein und setzt auf erneuerbare Energie, doch welche hier langfristig die beste Lösung ist, wird noch von Experten am neuen Standort genau geprüft. Für die vielen Freunde des Tierschutzhauses heißt dies also "nur" dass wohl ein paar Lieblinge bald in Wöllersdorf zu besuchen sein werden, und jene in Vösendorf mehr Platz bekommen. Die Gemeinde selbst freut sich bereits auf den Spatenstich und zeigt sich stolz aufgrund der realisierten Tierschutzhilfe.

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