"Großartig" – Van der Bellen macht nun Bier-Versprechen

Hier wird der neue und alte Bundespräsident für den TV-Auftritt im Palais Niederösterreich "herausgeputzt". (Foto vom 09.10.2022)
Hier wird der neue und alte Bundespräsident für den TV-Auftritt im Palais Niederösterreich "herausgeputzt". (Foto vom 09.10.2022)HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com
Alexander Van der Bellen ist im Amt des Präsidenten bestätigt. Das sagt er zu seinem Wahlergebnis und zur Frage, mit wem es jetzt auf ein Bier geht.

Die Wahl ist geschlagen und alles bleibt beim Alten. Bereits bei der ersten Hochrechnung, die am Sonntag kurz nach 17.00 Uhr vorlag, war klar, dass keine Stichwahl notwendig ist. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen erreichte bereits im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit von mehr als 50 Prozent – somit bleibt die Serie erhalten, dass ein amtierender Bundespräsident, so er antritt, auch erneut gewählt wird.

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Im Ö1-Morgenjournal konfrontierte Stefan Kappacher das Staatsoberhaupt mit dem Fakt, dass es das drittschlechteste Ergebnis eines amtierenden Präsidenten bei der Wiederwahl wurde. "Ich finde das großartig, das Ergebnis", stellt Van der Bellen klar. Er argumentiert, dass es bei einer Präsidentschaftswahl noch nie sieben Kandidaten gegeben habe. Eine absolute Mehrheit im ersten Wahlgang bedeute, mehr Stimmen als alle anderen sechs Kandidaten gemeinsam erhalten zu haben.

Van der Bellen macht Bier-Versprechen

Neben der Fülle der Kandidaten sei auch eine gewisse Politikverdrossenheit zu beobachten – nicht nur in Österreich, sondern auch in ganz Europa. Vor diesem Hintergrund sei der Ausgang der Wahl nicht abzuschätzen gewesen. Man habe nicht gewusst, gegen wen sich die Stimmungslage wenden würde und gegen wen nicht. "Ich freue mich wahnsinnig, meine Frau und ich freuen uns wahnsinnig", erklärte ein deutlich erleichterter Van der Bellen.

Kappacher konfrontierte Van der Bellen auch mit dem hervorragenden Abschneiden des jüngsten Kandidaten, Dominik Wlazny. Dieser habe vor allem bei den Jungen gut abgeschnitten. "Hätten Sie vielleicht doch mit ihm auf ein Bier gehen sollen oder holen Sie das jetzt nach?", wurde Van der Bellen gefragt. "Das holen wir nach. Nicht zum Sanktnimmerleinstag, sondern bald einmal". Er gratuliere Wlazny zum Wahlergebnis – genauso wie allen anderen Kandidaten. Diese hätten sich durch die Bank "engagiert". Ob ihn das Ergebnis von Wlazny mehr freuen würde, als jenes von den rechten Kandidaten? Ein Kommentar stehe ihm nicht zu. Aber: "Ich glaube meine Wählerinnen und Wähler wissen schon, wofür ich stehe".

Bierparteichef Dominik Wlazny freut sich über sein Wahlergebnis - und darf nun auf ein Bier mit Van der Bellen gehen.
Bierparteichef Dominik Wlazny freut sich über sein Wahlergebnis - und darf nun auf ein Bier mit Van der Bellen gehen.KLAUS TITZER / APA / picturedesk.com

"Werde kein anderer Mensch werden"

Nun ist die zweite Amtszeit fix, eine dritte kann es auf Grund der Verfassung nicht geben. Wird Van der Bellen das Amt nun "mutiger" anlegen? "Ich muss mich an die Regeln der Verfassung halten", erklärte der Ex-Grünen-Chef. "Auch an die ungeschriebenen. Das habe er in den vergangenen fünfeinhalb Jahren getan und das werde er beibehalten. Er werde nicht ankündigen, "ein anderer Mensch zu werden". Genauso wenig lasse er sich sagen, "dass ich feig bin", erklärte er zur Kritik, dass er zu wenig den Mund aufgemacht habe.

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