Hamster-Alarm? Toilettenpapier vor enormem Preisanstieg

Die Herstellungskosten für Toilettenpapier steigen – Experten befürchten daher schon bald einen sprunghaften Preisanstieg.
Die Herstellungskosten für Toilettenpapier steigen – Experten befürchten daher schon bald einen sprunghaften Preisanstieg.iStock
Letztes Jahr wurde Klopapier wegen der Pandemie gehamstert. Bald könnten Hamsterer aber wieder zuschlagen – wegen eines historischen Preisanstiegs.

Klopapier gilt seit der Corona-Pandemie als "weißes Gold". Wer sich zurückerinnert an die Zeit kurz vor dem allerersten Lockdown, erinnert sich auch an viele knapp gewordene Waren, leergeräumte Supermarkt-Regale und Klopapier-Knappheit. Der Grund: Aus Angst, das Toilettenpapier könnte während des Lockdowns ausgehen, hamsterten viele Menschen das "weiße Gold" und lagerten es zuhause. Viele Supermarkt-Ketten sahen sich aufgrund der übertrieben großen Nachfrage sogar gezwungen, den Verkauf auf eine bestimmte Stückzahl pro Kunde zu begrenzen.

Mittlerweile hat sich der Hype um das Klopapier aber wieder gelegt, die Lager und Regale der Supermärkte sind wieder gefüllt. Teilweise hatten die Ketten sogar zu viel der Ware, weshalb es immer mal wieder zu Preisnachlässen gekommen ist. Doch bald könnten Hamsterer schon wieder zuschlagen, denn: Toilettenpapier soll in den nächsten Wochen wohl um einiges teurer werden – und das sogar bei den meisten großen Herstellern. Aber warum?

Höhere Produktionskosten

Die Preise für Klopapier könnten in den kommenden Wochen enorm ansteigen. Grund dafür sind die gestiegenen Kosten für Öl und Zellstoff, unter anderem in China, wo sich die Wirtschaft wieder erholt. Diese beiden Bestandteile sind für die Toilettenpapier-Produktion jedoch essentiell. Insbesondere Zellstoff spielt bei der Herstellung des "weißen Goldes" eine große Rolle. Angaben des Online-Portals "Chip" zufolge, macht jener sogar etwa 50 bis 70 Prozent des gesamten Klopapier-Preises aus.

Weiters berichtet "Chip" ebenso über Lieferschwierigkeiten beim Zellstoff im Corona-Jahr 2020. Zudem sei auch der Tonnenpreis für den für die Zellstoff-Produktion wichtigen Rohstoff Nadelholz-Sulfat angestiegen. 

So sehr steigen Preise

Laut der "Lebensmittelzeitung" rechnen Experten mit "einer deutlichen Preiserhöhung". 

"Einen solchen Anstieg habe ich in mehreren Dekaden noch nicht erlebt", wird der geschäftsführende Inhaber von Hakle, Volker Jung, zitiert.

Wie "Heute" nach einem Anruf bei Hersteller Kimberly-Clark in Erfahrung bringen konnte, seien für die Preiserhöhung dann aber die Händler – wie Lidl, Rewe und DM – zuständig. Weiters wurde mitgeteilt, dass pro Klopapier-Packung künftig zwischen 0,20 und 0,50 Cent mehr gezahlt werden müsse. Auch Küchenrollen und feuchtes Toilettenpapier sollen teurer werden.

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