Spektakulärer Einsatz

Hantavirus-Fall: Helfer landen per Fallschirm auf Insel

Ein möglicher Hantavirus-Fall auf einer Insel sorgt für eine spektakuläre Rettungsaktion: Fallschirmjäger und Militärmediziner wurden entsandt.
Newsdesk Heute
10.05.2026, 17:33
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Ein möglicher Hantavirus-Fall auf einer abgelegenen Insel im Südatlantik hat einen außergewöhnlichen Rettungseinsatz ausgelöst. Die britische Regierung schickte Fallschirmjäger und Militärmediziner per Flugzeug nach Tristan da Cunha.

Hintergrund ist ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs "Hondius", der auf der Insel lebt und dort während der Reise von Bord gegangen sein soll. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hatte zuvor einen Verdachtsfall auf Tristan da Cunha gemeldet.

Erster Einsatz dieser Art

Laut Verteidigungsministerium in London bestand die Einsatzgruppe aus sechs Fallschirmjägern und zwei Militärmedizinern. Gleichzeitig wurde medizinisches Material aus der Luft abgeworfen. Nach Angaben der britischen Regierung handelte es sich um den ersten Einsatz dieser Art.

Die Insel Tristan da Cunha gilt als das entlegenste britische Überseegebiet im Südatlantik und ist normalerweise nur per Schiff erreichbar. Dort leben lediglich 221 Menschen.

Tankvorgang in der Luft

Für den Einsatz legte ein Transportflugzeug vom Typ A400 zunächst rund 6.788 Kilometer vom Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford bis zur Insel Ascension zurück. Danach flog die Maschine weitere mehr als 3.000 Kilometer nach Tristan da Cunha. Unterstützt wurde der Flug von einem Tankflugzeug vom Typ Voyager, das einen Tankvorgang in der Luft ermöglichte.

Außenministerin Yvette Cooper verwies laut Mitteilung zudem auf die schwierigen Wetterbedingungen auf der Insel. Dort gebe es durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von mehr als 40 Kilometern pro Stunde.

Bei zwei weiteren britischen Passagieren der "Hondius" wurde eine Hantavirus-Infektion bereits bestätigt. Sie werden derzeit in Krankenhäusern in Südafrika und den Niederlanden behandelt. Andere britische Passagiere seien bislang symptomfrei und sollen mit Charterflügen nach Großbritannien gebracht werden. Dort müssen sie nach ihrer Ankunft laut Mitteilung 45 Tage lang isoliert bleiben.

Die "Hondius" ist mittlerweile auf Teneriffa angekommen, wo am Sonntag knapp 150 Menschen an Bord evakuiert werden sollen. Alle Passagiere sowie ein Teil der Crew sollen das Schiff verlassen und in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.

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