Der Politikwissenschafter Armin Mühlböck sieht klare Hinweise darauf, dass das Rennen zwischen den beiden Salzburger Spitzenpolitikerinnen Karoline Edtstadler (ÖVP) und Marlene Svazek (FPÖ), das in eineinhalb Jahren ansteht, völlig offen ist. "Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen, eines auf Augenhöhe", so Mühlböck gegenüber dem ORF.
Damit dürfte es spannend werden. Wie der Sender berichtet, gibt Mühlböck außerdem zu bedenken, dass sich die SPÖ gerade mit ihrem neuen Chef Peter Eder neu aufgestellt hat. Gleichzeitig hat die KPÖ mit Kay-Michael Dankl ihr Zugpferd auf Landesebene verloren. "Die KPÖ wird in der Umfrage etwas überschätzt, die Sozialdemokratie etwas unterschätzt."
Das sei laut dem Politikwissenschafter aber "nur ein Bauchgefühl". Wenn man auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der Landesregierung schaut, dürfte das der SPÖ aber nicht viel bringen. Laut der Umfrage im Auftrag der ÖVP geben 52 Prozent der Befragten an, mit der Landesregierung eher oder sehr zufrieden zu sein.
Das sind sechs Prozentpunkte mehr als bei der letzten Landtagswahl. Mühlböck sagt dazu: "Wohnen, Mobilität, Migration, Teuerung, Gesundheit – also ganz ähnlich wie 2023. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied. Wir haben derzeit im Wahlvolk eine Zufriedenheit mit der Landesregierung. Das heißt, eine Unzufriedenheit wie 2023 sehe ich jetzt nicht."
Damals mussten die Grünen nach der Landtagswahl aus der Koalition mit der ÖVP ausscheiden. Die aktuelle Regierungsumbildung – vor allem der Abgang von Stefan Schnöll – ist in der Umfrage allerdings noch nicht berücksichtigt. Bis zur Wahl in eineinhalb Jahren kann sich die Stimmung in Salzburg also noch schnell ändern.
Die Umfrage, die unter 800 Personen im Auftrag der ÖVP durchgeführt wurde, zeigt: Die Landesregierung kann derzeit zufrieden sein. Das Umfrage-Institut Demox Research sieht die ÖVP bei 28 bis 29 %, knapp vor der FPÖ, die auf 27 bis 28 % kommt. Die anderen Parteien liegen deutlich dahinter auf Höhe der Wahl 2023. Die Schwankungsbreite beträgt 3,5 %.