Der Verdächtige im Erpressungsfall rund um den Babykosthersteller Hipp bleibt weiter hinter Gittern. Die Untersuchungshaft gegen den 39-Jährigen wurde bis 2. November verlängert, der Verdächtige blitzte kürzlich vor Gericht ab. Als Gründe gelten weiterhin Flucht- und Tatbegehungsgefahr.
Gegen den ehemaligen Hipp-Mitarbeiter besteht weiterhin dringender Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung. Der gebürtige Slowake war am 2. Mai in Salzburg festgenommen worden – wir berichteten.
Der Mann soll jeweils zwei Gläser des Baby-Nahrungsherstellers in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift manipuliert haben. Ein vergiftetes Glas, das in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll, wurde nie gefunden.
In einem sichergestellten Glas wurden 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen. Laut einem Gutachten wäre die Dosis beim Verzehr zwar nicht lebensgefährlich gewesen, gesundheitliche Folgen wären aber möglich gewesen.
An der Wohnadresse des Verdächtigen wurde Rattengift gefunden. Laut Staatsanwaltschaft war es hinsichtlich Konzentration und Verhältnis mit dem Gift aus dem sichergestellten Glas vergleichbar. Ein Beweis dafür, dass es sich um dasselbe Gift handelt, ist das allerdings nicht.
Der 39-Jährige bestreitet bis zuletzt eine Beteiligung an der mutmaßlichen Erpressung. Lediglich eine Urkundenfälschung gibt er zu: Er soll Gehaltszettel gefälscht haben, um einen Kredit zu bekommen. Die Unschuldsvermutung gilt.