Höhepunkt der Corona-Welle wird diese Woche erreicht

Die Infektionszahlen dürften zurückgehen, doch in den Spitälern bleibt die Lage brisant.
Die Infektionszahlen dürften zurückgehen, doch in den Spitälern bleibt die Lage brisant.ALEX HALADA / picturedesk.com
Experten sehen Österreich noch in dieser Woche auf den Höhepunkt an Neuinfektionen zusteuern. Doch die Lage an den Spitälern wird wohl noch schlimmer.

Die vierte Corona-Welle hat Österreich voll im Griff. Allein am heutigen Mittwoch wurden von den Behörden 15.365 Corona-Neuinfektionen – der zweithöchste Wert überhaupt – und 66 Todesfälle gemeldet. Auf den Intensivstationen werden die Betten immer knapper. Doch wie entwickelt sich die Lage künftig weiter?

Mehr Klarheit nächste Woche

Geht es nach dem Covid-Prognosekonsortium und dem Simulationsforscher Niki Popper, dann steuert Österreich auf den Höhepunkt an Neuinfektionen noch in dieser Woche zu, danach könnte ein Rückgang beginnen. Wie schnell dieser geht, lässt sich allerdings nicht sagen. Klar ist: Die Spitalszahlen werden noch weiter steigen.

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Simulationsexperte Nikolas "Niki" Popper sieht den Höhepunkt an Neuinfektionen bald erreicht.
Simulationsexperte Nikolas "Niki" Popper sieht den Höhepunkt an Neuinfektionen bald erreicht.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

"Im Modell sehen wir eine Stabilisierung auf Basis von Kontaktreduktion, reduzierter Mobilität und Immunisierung", erklärt Popper im Interview mit der APA. Man müsste aber von dem bisher hierzulande ungekannt hohen Plateau herunterkommen, und das werde man spätestens Anfang bis Mitte der nächsten Woche sehen.

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Gerade rechtzeitig, wenn es darum geht, die Wirksamkeit des Lockdowns zu evaluieren, was laut den Plänen der Bundesregierung zehn Tage nach Beginn erfolgen soll.

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Keine Entspannung in den Spitälern in Sicht

"Es reicht uns ja nicht, wenn wir auf den aktuellen Zahlen bleiben, denn das führt ja zu einer weiteren Be- und Überlastung des Systems." Klar sei leider, dass die Zahlen der Intensivpatienten jetzt noch eine Zeit lang "weiter steigen werden", so Popper.

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Das bestätigen auch die Wissenschaftler von der Technischen Universität (TU) Wien und dem TU-Spin-off dwh, die Teil des Prognosekonsortiums sind. Sie rechnen "in den nächsten 14 Tagen noch nicht mit einer Entspannung in den Spitälern", ein weiterer Anstieg bei der Zahl der Intensivpatienten sei "wahrscheinlich". Dieser könnte dann in der ersten Dezember-Woche "abflachen bzw. leicht zurückgehen", warnen die Experten vor vorschnellem Aufatmen.

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"Distance Learning steht zur Diskussion"

Entscheidend sei nun die Frage, wie schnell die Infektionszahlen gedrückt werden können. Hier schauen die Forscher besonders auf die weitere Reduktion der Mobilität, die Nutzung von Homeoffice und - besonders umstritten - den Betrieb in den Schulen. "Distance Learning steht zur Diskussion, aber im Fokus steht das Aufrechterhalten des Präsenzunterrichts", betont Wiens Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos) im "Heute"-Interview.

Ein Problem für die Modellrechner ist, dass in vielen Gegenden Österreichs das zuvor bei weitem nicht flächendeckend aufgebaute PCR-Testsystem gehörig unter Druck steht. 

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