Neue Details gibt es im Fall der brutalen Home-Invasion in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach: Wochen nach dem Überfall auf einen 14-Jährigen ("Heute" berichtete) haben Ermittler nun einen weiteren Beschuldigten ausgeforscht.
Der 15-Jährige aus dem Bezirk Mistelbach wurde am 21. Mai in den Mittagsstunden festgenommen. Die Festnahme war von der Staatsanwaltschaft Wien angeordnet worden.
Der syrische Staatsbürger bestreitet laut Polizei jede Beteiligung an der Tat. Nach seiner Einvernahme wurde er in die Justizanstalt Wien-Simmering gebracht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Bei dem Überfall am 2. April waren drei zunächst unbekannte Täter gegen 7 Uhr Früh gewaltsam durch ein Fenster in ein Haus eingedrungen. Dort trafen sie auf den 14-jährigen Bewohner. Der Teenager wurde mit Pfefferspray, einem Schlagringmesser und einer vermeintlichen Faustfeuerwaffe bedroht.
Während die Täter das Haus nach Wertgegenständen durchsuchten, soll der Jugendliche weiter bedroht und körperlich misshandelt worden sein. Mit Bargeld, Uhren und Schmuck flüchteten die Täter. Das Opfer konnte nach der Tat seine Mutter verständigen, sie alarmierte die Polizei.
Kurz darauf wurden bereits drei Verdächtige festgenommen: ein 17-jähriger Staatenloser sowie zwei syrische Staatsbürger im Alter von 18 und 19 Jahren. Teile der Beute und Tatutensilien wurden damals sichergestellt, die Waffe fehlte aber.
Auch dazu gibt es jetzt eine neue Spur: Die vermeintliche Faustfeuerwaffe wurde entlang des Fluchtweges gefunden und sichergestellt. Laut Polizei handelt es sich um eine Schreckschusswaffe.