Nach einer tödlichen Bluttat im nahegelegenen Kottingbrunn ("Heute" berichtete), bei der eine 28-Jährige tot in ihrer Wohnung gefunden wurde, ist das Gefühl der Unsicherheit in der Region bei vielen wieder spürbarer geworden. In Wiener Neustadt setzt die Stadt mit einem Sicherheitsdienst nun weiter auf Schutz in den Wohnsiedlungen.
Auf Initiative von Sicherheitsstadtrat Kevin Pfann (FP) wurde auch für 2026 die Firma "SecDec Security & Detektei" beauftragt. Die Mitarbeiter sollen bei Kontrollgängen in mehreren Wohnhausanlagen in Wiener Neustadt nach dem Rechten sehen. Im Fokus stehen Ruhe, Ordnung und Sauberkeit.
Neu ist: Die Kontrollgänge finden nicht mehr nur an Wochenenden statt. Durch Kooperationen mit mehreren Genossenschaften wird der Sicherheitsdienst auch unter der Woche unterwegs sein. Wann genau kontrolliert wird, soll flexibel und nach Bedarf festgelegt werden.
Betroffen sind unter anderem das Flugfeld, die Josefstadt mit Pernerstorfer Hof und Josefsplatz, die Robert-Stolz-Siedlung sowie die Wohnhausanlage Ausstellungsgasse. Dazu kommen Kooperationen mit Wohnbaugesellschaften.
"Ein gutes und friedvolles Miteinander in den Stadtvierteln muss unsere oberste Maxime sein", betonen Pfann, Zweiter Vizebürgermeister Rainer Spenger (SP) und Stadtrat Franz Dinhobl (VP). Bewohner hätten ein Recht darauf, sich in ihrem direkten Wohnumfeld sicher und wohlzufühlen.
Bei Verstößen kann es Abmahnungen geben. Im Ernstfall werden Anzeige erstattet oder die Polizei verständigt. Die Stadt setzt damit auf Präsenz vor Ort, bevor aus kleinen Ärgernissen tatsächlich große Probleme werden.