Bilanz nach 6 Monaten

Hormus bleibt dicht: 6.000 Seeleute gestrandet

Knapp sechs Monate nach Kriegsbeginn bleibt die wichtige Meerenge de facto gesperrt. 20 Tote, 68 Vorfälle und 6.000 gestrandete Seeleute.
Newsdesk Heute
26.08.2026, 13:17
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Die Hoffnung war groß, als die USA und der Iran im Juni ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Konflikts schlossen. Doch von Entspannung ist in der Straße von Hormus keine Spur zu sehen.

Seit dem 28. Februar sind nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) mindestens 20 Seeleute und Hafenarbeiter in der Meerenge getötet worden. 35 weitere wurden verletzt, ein Mensch gilt als vermisst.

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Insgesamt zählte die IMO in den vergangenen sechs Monaten 68 Vorfälle im Persischen Golf und den angrenzenden Gewässern, wie es bei n-tv heißt. Das entspricht einem Vorfall alle 2,6 Tage.

Schiffsverkehr dramatisch eingebrochen

Vor dem Krieg verlief rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte durch die Straße von Hormus. Nach der Schließung der Meerenge am 1. März durch Teheran brach der Verkehr dramatisch ein: von durchschnittlich 95 Durchfahrten pro Tag im Februar auf nur noch zehn.

Das Rahmenabkommen führte vorübergehend zu einem Anstieg auf 36 Durchfahrten täglich. Seit der Wiederaufnahme der Kämpfe am 8. Juli sind es aber nur noch 15 pro Tag.

Tausende Seeleute warten auf Rettung

Rund 6000 Seeleute und 500 Schiffe sind nach wie vor im Persischen Golf gestrandet. Eine Evakuierungsaktion der IMO im Juni musste nach einem Angriff auf ein Schiff abgebrochen werden.

Teheran warnt zudem vor einer Gefahrenzone von rund 1400 Quadratkilometern, in der Minen liegen könnten. Der Ausgang laufender Verhandlungen hänge von einer Deeskalation in der Region ab, so die IMO.

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