Zahlreiche Fälle von Kindesabnahmen durch die Wiener Kinder- und Jugendhilfe könnten bald die Gerichte beschäftigen. Betroffene Eltern erheben schwere Vorwürfe gegen die zuständige Magistratsabteilung 11 (MA 11). Mit Unterstützung von Anwälten wird nun eine umfassende Schadenersatzklage gegen die Stadt Wien vorbereitet.
Im Zentrum stehen Fälle, in denen Kinder aus ihren Familien genommen und fremduntergebracht wurden. Die betroffenen Eltern kritisieren unter anderem, dass solche Entscheidungen zu rasch und ohne ausreichendes psychologisches Fachwissen getroffen worden seien. Zudem werfen sie der Behörde vor, dass eine Rückkehr der Kinder selbst nach Erfüllung verlangter Auflagen nur schwer möglich sei.
Unterstützung erhalten die Eltern unter anderem vom Wiener Rechtsanwalt Wolf-Georg Schärf. Er fordert Aufklärung über die Entscheidungsprozesse innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.
"Wer trägt innerhalb der MA11 die konkrete fachliche und organisatorische Verantwortung dafür, dass Kinder plötzlich fremduntergebracht werden? Auf welche aktuellen Tatsachen, fachlichen Beurteilungen und konkreten Rechtsgrundlagen stützt sich die Fortsetzung dieser Maßnahme? Wer trifft die letzte Entscheidung über die weitere Fremdunterbringung?"
Mit Unterstützung eines Prozessfinanzierers sollen laut den vorliegenden Informationen nun Dutzende Fälle erneut geprüft werden. Darunter sollen sich auch Eltern befinden, die ihre Kinder seit Monaten nicht mehr sehen dürfen.
Auch die jüdische Religionsgemeinschaft in Wien soll sich inzwischen mit der Causa beschäftigen. Hintergrund sind Fälle jüdischer Familien, bei denen Kinder von der MA 11 aus den Familien genommen worden sein sollen.
Zudem beschäftigen sich den Angaben zufolge bereits internationale Medien mit den Vorwürfen rund um Kindesabnahmen in Wien.
Mütter und Väter, die ebenfalls von plötzlichen Kindesabnahmen überrascht worden sind, können sich nun an dieser umfassenden Klagswelle gegen die Stadt Wien anschließen:
Schicken Sie ein Mail an den Verein Kindesabnahme, zu Handen Corinna Bräuer - [email protected]