In der Vergangenheit hat US-Präsident Donald Trump mehrfach die in Maine beheimateten Flüchtlingsgemeinschaften, darunter viele Somalier, scharf kritisiert. Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf Insider nun berichtet, seien in dieser Woche mehr als 100 ICE-Mitarbeiter (Einwanderungs-Polizei) in den nordöstlichen Bundesstaat Maine entsandt worden.
Viele der Festgenommenen haben jedoch keine Vorstrafen. Trump hatte somalische Einwanderer in der Vergangenheit als "Müll" bezeichnet und gesagt, sie sollten die USA verlassen.
Am Dienstag startete die "Operation Catch of the Day" (Fang des Tages). Sie richte sich gegen Straftäter. Ein Ex-Mitarbeiter sagte, der Schwerpunkt liege auf Flüchtlingen.
In den vergangenen Wochen hatte Trump Tausende ICE-Mitarbeiter in den Großraum Minneapolis entsandt. Das Auftreten der bewaffneten und oft maskierten Einsatzkräfte in militärischer Tarnkleidung hat zu Protesten geführt, bis sich die Lage vor knapp zwei Wochen zugespitzt hat, als die US-Bürgerin Renee Nicole Good in ihrem Auto von einem der Beamten erschossen wurde. Heute wird US-Vizepräsident JD Vance in Minneapolis erwartet.
In Maine hat die demokratische Gouverneurin Janet Mills bereits vergangene Woche erklärt, das aggressive Vorgehen der Trump Regierung sei nicht willkommen. Bürgermeister der Stadt Lewiston, Carl Sheline, warf der Einwanderungsbehörde "Terror- und Einschüchterungstaktiken" vor. Lewiston hat einen hohen Anteil somalischer Einwohner.
Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums wies die Kritik zurück und warf Mills vor, die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden zu blockieren. "Wir lassen nicht länger zu, dass kriminelle illegale Ausländer amerikanische Bürger terrorisieren", teilte die Sprecherin mit.