Der Immobilienmarkt in Niederösterreich zieht kräftig an. Im ersten Halbjahr 2026 wechselten in Niederösterreich Liegenschaften im Gesamtwert von fast 2,9 Milliarden Euro den Besitzer. Das entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Plus von 494 Millionen Euro oder 20,6 Prozent.
Nur Wien kam im Bundesländer-Vergleich auf einen noch höheren Wert: In der Bundeshauptstadt wechselten Immobilien um insgesamt 5,41 Milliarden Euro den Besitzer.
Bei der Zahl der Verkäufe liegt Niederösterreich traditionell ganz vorne. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 13.975 Immobilien verbüchert. Das waren 2.587 Objekte oder 22,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Besonders viel Bewegung gab es im Bezirk Baden. Dort wurden 1.449 Liegenschaften verkauft, ein sattes Plus von 48,9 Prozent. Dahinter folgt Tulln mit 1.167 Verkäufen. Dort stieg die Zahl sogar um 60,5 Prozent.
Auf Platz drei landet Mödling mit 1.012 verbücherten Immobilien und einem Plus von 17,4 Prozent.
Beim Gesamtwert der verkauften Immobilien dreht sich das Bild allerdings. Hier führt Mödling die Rangliste an. Käufer zahlten dort insgesamt 353 Millionen Euro für ihre neuen Liegenschaften. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 21,9 Prozent.
Nur knapp dahinter folgt Baden mit 350 Millionen Euro und einem Plus von 32,1 Prozent. In Tulln wurden Immobilien um insgesamt 257 Millionen Euro verkauft, 39,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025.