Für viele Innsbrucker kam das Ende völlig unerwartet: Das bekannte italienische Restaurant "La Trattoria" am Sparkassenplatz hat zugesperrt. Seit Donnerstag bleibt der Pizzaofen kalt, durch die Fenster sind nur noch Stühle auf den Tischen zu sehen, so die Tiroler Tageszeitung (TT).
Bekannt wurde das Aus über das Instagram-Profil des Lokals. Dort teilte das Restaurant rückwirkend mit, dass der Betrieb bereits vergangene Woche eingestellt worden sei.
Dass die Zukunft des Lokals ungewiss ist, hatte sich zuletzt bereits abgezeichnet. Die Räumlichkeiten waren seit Wochen auf der Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer als Übergabeobjekt inseriert. Geschäftsführer Walter Kleon hatte damals noch erklärt, dass Gespräche über einen weiteren Verbleib am Sparkassenplatz laufen würden, berichtet die TT.
Jetzt bestätigte Kleon schließlich das Ende des Lokals. "Ich darf dazu nichts sagen", erklärte er und verwies an die Tiroler Sparkasse. Diese vermietet die rund 270 Quadratmeter große Fläche samt 124 Quadratmeter Gastgarten. Laut Nachfolgebörse liegt die Monatsmiete bei 14.000 Euro netto.
Doch wer trägt nun die Verantwortung für das plötzliche Zusperren? Die Tiroler Sparkasse weist die Darstellung zurück. Pressesprecherin Verena Schneeberger betont auf Anfrage der TT, dass das Schließen des Lokals "die Entscheidung des Lokalbetreibers" gewesen sei.
Warum Kleon sich nicht äußern dürfe, könne sie nicht nachvollziehen. "Für mich ist das eine neue Information", sagt Schneeberger.
Für die Gäste gibt es vorerst jedenfalls wenig Hoffnung auf eine rasche Rückkehr von Leben in die Räumlichkeiten. Eine Nachnutzung ist derzeit nicht in Sicht. Und auch ein neues Restaurant dürfte dort nicht mehr entstehen. Laut Tiroler Sparkasse besteht "derzeit nicht die Absicht", die Fläche künftig wieder als Gastronomiebetrieb zu führen.