Die diplomatischen Spannungen der letzten Tage scheinen sich etwas beruhigt zu haben. Zur Erinnerung: Im Ringen um Grönland hatte US-Präsident Donald Trump acht europäischen Ländern mit Strafzöllen gedroht, nach seinem Besuch beim Weltwirtschaftsgipfel (WEF) in Davos scheinen diese vom Tisch zu sein.
Der US-Präsident legte dort einen überraschenden Sinneswandel hin. Die Entscheidung traf Trump nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Doch was hatte den US-Präsidenten schließlich zum Umdenken bewegt?
Laut einem Bericht der "Bild" war die Entscheidung dem Gegendruck europäischer Staaten und innenpolitischen Spannungen in Trumps eigenen Reihen geschuldet. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die Zeitung, dass die schnelle, geschlossene Reaktion der EU – unter der Federführung Berlins – Trumps Sinneswandel einleitete.
Besonders der Sondergipfel, der am Donnerstagabend in Brüssel stattgefunden hatte, löste Druck auf den US-Präsidenten aus. Dort wollten die europäischen Staaten über Gegenzölle verhandeln. Dies habe ein starkes Signal an Washington gesendet.
Trump hatte Angst davor, dass die Gegenzölle sich massiv auf den Lebensmittelmarkt in den USA auswirken könnten. Gerade die hohen Lebensmittelpreise sorgen derzeit nämlich für Spannungen in der US-Bevölkerung. Eine weitere Anhebung der Preise hätte für Trump ein politisches Beben bedeutet. Hinzu kam noch, dass mittlerweile auch einige Republikaner gegen die Annexionspläne von Trump waren.