Über 50 Prozent mehr Kosten

Iran-Krieg treibt Preise hoch – Urlaub deutlich teurer

Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich längst auf Europas Urlaubskassen aus: Flüge, Hotels und Pauschalreisen werden massiv teurer.
Newsdesk Heute
15.04.2026, 20:20
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Die Sommerferien werden für viele heuer deutlich teurer – und das hat auch mit dem Krieg im Nahen Osten zu tun. Während in der Region selbst Zerstörung und Tausende Tote beklagt werden, sind die wirtschaftlichen Folgen längst auch in Europa spürbar.

Steigende Ölpreise treiben nicht nur die Kosten für Sprit und Alltagsprodukte wie Handys oder Kosmetik in die Höhe – auch Reisen werden teurer. Besonders betroffen ist der Flugverkehr: Kerosin wird knapper und kostspieliger, an einigen Flughäfen gehen die Vorräte bereits zur Neige. Gleichzeitig meiden viele Reisende Flüge über den Nahen Osten, wodurch Verbindungen eingeschränkt sind, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Das hat direkte Auswirkungen auf beliebte Urlaubsländer: Klassische, als sicher geltende Destinationen in Europa erleben einen regelrechten Nachfrageboom. Die Folge sind überfüllte Ferienorte und stark steigende Preise. Laut einer Auswertung der "Bild"-Zeitung verteuern sich Flüge und Hotels teilweise um mehr als 50 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich das in Frankreich, wo die Preise um 56 Prozent steigen. Aber auch Reisen nach Kroatien, Portugal oder in die Türkei werden spürbar teurer. Vor allem Familien müssen tiefer in die Tasche greifen.

Spanien wird zur teuren Wunschdestination

Vor allem Ziele im Westen Europas sind aktuell gefragt. Tui-Suisse-Sprecherin Sonja Ptassek bestätigt diesen Trend. Beliebte Ferienorte wie Mallorca oder die Kanaren hätten bereits angezogen – und dürften noch teurer werden. "Die Chance für gute Last-Minute-Angebote in Spanien schwindet. Preisgünstige Angebote wird es dort in diesem Jahr eher weniger geben", sagt die Sprecherin.

Auch bei Dertour Suisse zeigt sich ein ähnliches Bild. Neben Spanien sind Italien, Frankreich, Portugal und Malta stark gefragt, erklärt Sprecher Stephan Kurmann. Fernreisen konzentrieren sich vor allem auf klassische Badeziele wie die Karibik, die Dominikanische Republik oder Mauritius. Gleichzeitig boomen Städtereisen – etwa nach Rom, Paris oder Wien – ebenfalls mit steigenden Preisen.

Hier gibt es noch günstigere Alternativen

Wer sparen will, muss genauer hinschauen. Laut Tui könnten sich im östlichen Mittelmeerraum noch vergleichsweise günstige Angebote finden, etwa in Ägypten. Auch auf der Langstrecke gibt es vereinzelt Schnäppchen, beispielsweise für Mexiko.

Bei Dertour sieht man zudem Tunesien als preislich attraktive Option. Auch Marokko wird als Alternative genannt: Neben bekannten Städten wie Marrakesch gebe es viele ruhigere Regionen, die authentische Erlebnisse fernab der großen Touristenströme ermöglichen.

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