Italien verschärft die Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung und führt ab Oktober neue Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge ein.
Besonders betroffen sind vier norditalienische Regionen, zu denen Piemont, Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna zählen.
Die Verbote gelten für alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern in diesen Regionen. Darunter fallen bekannte Metropolen wie Mailand, Turin, Venedig und Verona.
Besonders in beliebten Touristenzielen müssen Autofahrer dann mit Einschränkungen rechnen.

Wie t-online berichtet, war die Einführung ursprünglich schon für Herbst vergangenen Jahres geplant, wurde jedoch um ein Jahr verschoben.
Damit setzt sich die italienische Regierung erneut dem Konflikt mit der EU-Kommission aus, da diese bereits mehrere Verfahren wegen zu hoher Luftverschmutzung gegen Italien eingeleitet hat.
Die genauen Details der Fahrverbote werden von den Regionen selbst festgelegt. Manche beschränken die Fahrverbote auf bestimmte Zeiten oder Saisonen, während Venetien etwa Euro-5-Diesel dauerhaft aus den Städten verbannt.
Wer wissen möchte, ob das eigene Auto betroffen ist, sollte einen Blick auf den Fahrzeugschein werfen: Steht dort im Feld 14 'Euro 5' oder eine niedrigere Norm, gilt das Verbot ab Oktober 2026.
Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf die schlechte Luftqualität im Norden Italiens. Besonders in der Po-Ebene werden regelmäßig die Grenzwerte für Feinstaub überschritten – vor allem in den Wintermonaten. Die Fahrverbote sollen dazu beitragen, dieses Umweltproblem einzudämmen.