"Katastrophale Lage"

30 Grad, kein WC: Zug-Panne wird zum Albtraum

Ein Defekt hat eine Zugfahrt in Italien zur Albtraumfahrt gemacht. Hunderte Passagiere saßen bei Hitze und ohne funktionierende Toiletten fest.
Newsdesk Heute
23.06.2026, 13:16
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Für Hunderte Reisende auf einer der wichtigsten Bahnstrecken Italiens wurde eine Zugfahrt am Montag zur Geduldsprobe. Ein Hochgeschwindigkeitszug des privaten Anbieters Italo blieb zwischen Florenz und Bologna gleich zweimal ungeplant in Tunneln stehen.

Der Zug war am Montag von Mailand in Richtung Neapel unterwegs. Laut der Tageszeitung "La Nazione" sorgte ein technischer Defekt am Zug für die Probleme. Dabei sollen sowohl die Klimaanlage als auch die Toiletten ausgefallen sein. An Bord herrschten demnach Temperaturen von rund 30 Grad.

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"Die Lage war katastrophal"

Eine Reisende schilderte die Situation gegenüber "La Nazione" drastisch: "Die Lage war katastrophal." Nach ihren Angaben war der Zug voll besetzt, darunter auch viele Familien mit Kindern. Beim ersten außerplanmäßigen Halt nördlich von Florenz habe eine Person in ihrer Nähe eine Panikattacke erlitten.

Nach einer kurzen Weiterfahrt stoppte der Zug erneut in einem anderen Tunnel. Den Fahrgästen wurde mitgeteilt, dass eine elektrische Störung durch einen Neustart behoben werden müsse. Unter den Passagieren befand sich auch der italienische Investigativjournalist Sigfrido Ranucci. Er sprach in sozialen Medien von einer "Albtraumfahrt für die Italo-Passagiere".

Die Panne wirkte sich auch auf den übrigen Bahnverkehr aus. Laut Trenitalia mussten mehrere Hochgeschwindigkeitszüge umgeleitet werden. Dadurch kam es zu Verzögerungen von bis zu einer Stunde.

Fahrgäste erhalten Entschädigung

Italo erklärte, dass die Betreuung der betroffenen Fahrgäste sowohl im Zug als auch später am Bahnhof Florenz Santa Maria Novella umgehend organisiert worden sei.

Der Zug erreichte schließlich Florenz, wo die Weiterreise mit einem Ersatzzug vorbereitet wurde. Die betroffenen Passagiere sollen laut Unternehmen einen Gutschein in Höhe von 100 Prozent des Ticketpreises sowie die gesetzlich vorgesehene Entschädigung erhalten.

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