"Terroristische Strategie"

Nach Sabotage am Bahnnetz: Italien verstärkt Kontrollen

Gestern führten Sabotageakte an Bahnstrecken in Italien zu massiven Verspätungen. Jetzt wird wegen möglicher extremistischer Hintergründe ermittelt.
Newsdesk Heute
15.02.2026, 22:24
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"Wir haben die Überwachung verstärkt und die Kontrollen intensiviert, um diese Kriminellen aufzuspüren", sagte Verkehrsminister Matteo Salvini laut Medienberichten am Sonntag (15. Februar). Er sprach von "kriminellen Handlungen, die das Leben von Menschen gefährden".

Die Sabotageakte passierten am Samstag zwischen Salone und Labico auf der Strecke Rom-Neapel sowie zwischen Tiburtina und Settebagni auf der Verbindung Rom-Florenz. Techniker von der italienischen Bahnnetzgesellschaft RFI fanden Schäden an den Kabelschächten der Steuerungsanlagen, außerdem waren Kabel durchgebrannt.

Am Samstag kam es deshalb zu schweren Verspätungen im Bahnverkehr. Am Hauptbahnhof in Mailand hatten ankommende Züge Verspätungen von bis zu 190 Minuten, mehrere Verbindungen wurden gestrichen.

Reisende, die nach Rom oder Neapel wollten, mussten mit stundenlangen Verzögerungen rechnen, manche konnten ihre Fahrt überhaupt nicht antreten.

Auch an den Bahnhöfen in Florenz und Bologna gab es ähnliche Szenen: Pendler und Touristen ärgerten sich über die Unannehmlichkeiten.

Schon am 7. Februar, also einen Tag nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Mailand-Cortina, hatte es im Raum Bologna Sabotageakte am Bahnnetz gegeben. Damals bekannten sich anarchistische Gruppen dazu.

Jetzt prüfen die Ermittler, ob es einen Zusammenhang zwischen den damaligen Angriffen und den aktuellen Schäden an der Hochgeschwindigkeitsstrecke bei Rom gibt.

Für den Staatssekretär im Infrastrukturministerium, Tullio Ferrante, ist das klar: Diese Vorfälle seien Teil einer "systematischen terroristischen Strategie".

"Die wiederholten Sabotageakte sind inakzeptabel und beschämend", sagte Galeazzo Bignami, Fraktionschef von Fratelli d'Italia in der Abgeordnetenkammer.

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