Altersfrage

Jede dritte Frau kämpft mit Kinderwunsch-Problemen

Für viele Frauen bleibt der Weg zum Wunschkind schwierig. Eine Untersuchung zeigt: Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten sind keine Ausnahme.
Heute Life
18.03.2026, 17:13
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nicht jedes Paar, das sich ein Kind wünscht, kann diesen Wunsch auch erfüllen. Eine neue Studie des deutschen Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) zeigt nun: Schwangerschaftsverlust oder Unfruchtbarkeit betrifft etwa jede dritte Frau im gebärfähigen Alter.

Jede vierte Frau hat Probleme, schwanger zu werden

Für die Untersuchung wurden 1.862 Frauen über einen Zeitraum von zehn Jahren begleitet. Das Ergebnis: Rund 28 Prozent berichteten in dieser Zeit von Infertilität – also Schwierigkeiten, schwanger zu werden oder überhaupt eine Schwangerschaft zu erreichen. Zusätzlich gaben neun Prozent der Teilnehmerinnen an, eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt zu haben.

Alter spielt entscheidende Rolle

Ein zentraler Faktor ist laut Studie das Alter. Viele Menschen beginnen heute erst zwischen Mitte 20 und Mitte 30 mit der Familienplanung. In dieser Gruppe konnten innerhalb von zehn Jahren rund 63 Prozent der Frauen mindestens ein Kind bekommen.

Anders sieht es bei älteren Frauen aus: Ab 35 Jahren hat fast jede zweite Frau Schwierigkeiten, schwanger zu werden oder die Schwangerschaft zu halten. Nur etwa acht Prozent dieser Altersgruppe bleiben davon verschont. Bei Frauen zwischen Mitte 20 und Mitte 30 liegt dieser Anteil deutlich höher – bei rund 41 Prozent.

Frauen bekommen immer später Kinder

In den vergangenen Jahrzehnten ist das Durchschnittsalter von Müttern weiter gestiegen. In Österreich liegt es aktuell bei rund 30,4 Jahren beim ersten Kind – Väter sind im Schnitt noch älter.

Mehr Bewusstsein für Risiken gefordert

Die Studienautorin Jasmin Passet-Wittig betont, wie wichtig realistische Informationen sind:
"Ein besseres Verständnis dafür, wie stark das Alter das Risiko für Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten beeinflusst, kann Frauen und Männer bei der Familienplanung unterstützen."

Bisher stehe bei Diskussionen über Geburtenraten meist die Zahl der Kinder im Fokus. Belastende Erfahrungen wie unerfüllter Kinderwunsch oder Fehlgeburten würden dagegen oft zu wenig beachtet, so die Forschenden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.03.2026, 17:13
Jetzt E-Paper lesen