Aktuell erreicht eine Kaltfront aus Nordeuropa mit zahlreichen Schauern Österreich. Gleichzeitig verlagert sich auch ein Höhentief von Deutschland kommend in Richtung Balkanhalbinsel. Somit setzen sich auch in unser Alpenrepublik vorübergehend wieder unbeständige Wetterverhältnisse durch.
"Im Tagesverlauf sind mit Eintreffen der kältesten Luft in der Höhe primär im Norden und Osten des Landes auch lokale Gewitter möglich", informiert die Unwetterzentrale UWZ Donnerstagvormittag. Auch Peter Hinteregger von Kachelmannwetter spricht von durchziehenden Regengüssen.
Die Nässe ist aber nur vorübergehend, wie der Meteorologe schreibt: "Am Wochenende und darüber hinaus gibt es im Alpenraum noch einmal sonnig-trockenes und warmes Spätsommerwetter."
Die kommende Wärme ist ungewöhnlich stark ausgeprägt. "Der Herbst spielt uns noch einmal einen Sommer vor", sagt ORF-Wetterexperte Marcus Wadsak zu seiner 15-Tages-Vorschau. Das Wochenende beginnt mild mit Nachmittagstemperaturen teils bis 26 Grad, dazu viel Sonnenschein. Am Sonntag könnten sogar Höchstwerte bis 28 Grad erreicht werden, 25 Grad sind im Westen drin.
"Das sind Temperaturen, die auch zu Ende Juni passen würden", heißt es im ORF-Bericht. Damit wird auch dieser September insgesamt deutlich wärmer als der langjährige Schnitt ausfallen.
Ähnlich krass fällt auch die Prognose für den Mittelmeerraum aus: Von Spanien über den Süden Frankreichs und die Balearen bis zur Westküste Italiens werden 30 Grad erreicht. Der Süden Spaniens, insbesondere in und um Sevilla, soll am Samstag auf bis zu 38 Grad hochfiebern. Selbst in diesen Gefilden ist das eine unübliche Hitze für diese Jahreszeit.
In Österreich geht es auch in der neuen Woche fast sommerlich weiter. Die Nachmittagstemperaturen bleiben um 25 Grad. Erst zum Monatswechsel könnte ein Tief für ein Umschlagen des Wetters im Alpenraum sorgen, doch ob es wirklich so kommt, ist noch unsicher.
Fix ist aber: Bis zum Monatsende sind in keinem Wettermodell größere Regenmengen in Sicht. Die Dürre ist damit noch lange nicht beendet – in vielen Regionen fehlen auf den langjährigen Jahresschnitt weiterhin noch hunderte (!) Liter Niederschlag.