Wer in Wien in den kommenden Wochen Menschen mit auffälligen Kamera-Rucksäcken sieht, muss sich nicht wundern: Apple ist wieder in der Stadt unterwegs. Der iPhone-Konzern sammelt Bild- und Kartendaten für Apple Karten und die Funktion "Umsehen" bzw. "Look Around", also Apples Gegenstück zu Google Street View.
Laut Apple und Infos der Datenschutzbehörde finden die Aufnahmen in der Bundeshauptstadt zu Fuß von 27. April bis 20. Juli 2026 statt. Apple erfasst dabei schwerpunktmäßig alle jene Bereiche, in denen Kamerafahrzeuge nicht oder nur schwer eingesetzt werden können.
Das betrifft unter anderem die Innenstadt, also etwa die Bereiche Kärntner Straße, Oper, Stephansdom, Hofburg, Heldenplatz, Burg- und Volksgarten, Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, Museumsquartier sowie Rathauspark.
Ebenfalls auf dem Programm stehen Votivkirche, Stadthalle, Türkenschanzpark und weitere Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet, Teile von Nussdorf, die Donauinsel zwischen Nord- und Praterbrücke sowie die Alte Donau mit Gänsehäufel und Wasserpark. Zudem werden Apple-Mitarbeiter am Praterstern, beim Ernst Happel Stadion und am Hauptbahnhof unterwegs sein.
Laut dem US-Konzern dienen die Aufnahmen dazu, Apple Karten und die Funktion "Umsehen" zu verbessern. Bei Fuß-Erhebungen kommen tragbare Systeme wie Rucksäcke zum Einsatz, daneben können auch iPhones, iPads oder andere Geräte verwendet werden.
Heikel ist wie immer der Datenschutz. Apple verspricht, Gesichter und Kfz-Kennzeichen auf Bildern, die in "Umsehen" veröffentlicht werden, unkenntlich zu machen. Wer möchte, dass ein Gesicht, ein Kennzeichen oder das eigene Haus verpixelt wird, kann das laut Apple beantragen.