Neue Pläne

Kanzler will weltweite KI-Kontrolle nach Wien holen

Österreich will ein UNO-Zentrum für Künstliche Intelligenz nach Wien holen. Dort sollen internationale KI-Regeln entwickelt werden.
28.10.2026, 14:30
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Wien könnte künftig eine zentrale Rolle bei der internationalen Kontrolle von Künstlicher Intelligenz spielen. Die Bundesregierung will ein eigenes KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in der Bundeshauptstadt ansiedeln.

Den Vorschlag von Bundeskanzler Christian Stocker brachte Staatssekretär Alexander Pröll am Mittwoch bei einem internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle leistungsfähiger KI-Modelle ein. Auch bei der TEDAI Vienna in der Hofburg wird die Initiative vorgestellt.

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Internationale Regeln für KI geplant

Das geplante Zentrum soll Staaten, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen, um gemeinsame Standards für den Umgang mit KI zu entwickeln. Dabei geht es vor allem um Sicherheitsrisiken, Grundrechte und mögliche Gefahren durch den Einsatz der Technologie.

"Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten", erklärte Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger warnt insbesondere vor dem Einsatz von KI in Waffensystemen. Österreich setzt sich deshalb für international verbindliche Regeln ein.

Wien gilt aus Sicht der Bundesregierung als geeigneter Standort, da hier bereits mehrere internationale Organisationen angesiedelt sind, darunter die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO).

Treffen mit KI-Pionieren

Am Mittwochabend wollen Stocker und Pröll mit KI-Pionier Geoffrey Hinton und dem österreichischen OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger zusammentreffen. Dabei soll es um internationale KI-Regeln und Österreichs künftige KI-Strategie gehen.

In den kommenden Monaten sind Gespräche mit internationalen Partnern geplant. 2027 soll gemeinsam mit UN-Einrichtungen ein konkretes Konzept für Aufgaben, Aufbau und Finanzierung des Zentrums ausgearbeitet werden.

red, 28.10.2026, 14:30