Ein Kater und sein Frauerl aus Salzburg hatten kürzlich richtig Glück. Der Stubentiger wurde in der Rochusgasse, ganz in der Nähe der Stieglbrauerei, verletzt auf der Straße gefunden. Offenbar hatte ihn ein Auto erwischt. Die Tierrettung griff sofort ein und brachte den auf den ersten Blick unverletzten Kater zuerst zum Tierarzt und dann weiter zum Tierschutzhof Pfotenhilfe. Weil das Tier keinen Chip trug, postete die Pfotenhilfe ein Suchfoto auf Facebook.
Bereits am nächsten Tag meldete sich die überglückliche Besitzerin. Sie hatte ihren Kater "Schatzi" schon seit mehreren Tagen vermisst und in der Umgebung Suchzettel aufgehängt. Schatzi war mittlerweile wieder ganz gesund und durfte nach einer Kontrolluntersuchung am Tierschutzhof zurück nach Hause. Dort wurde er auch gleich gegen Parasiten behandelt, gechippt und auf sein Frauerl registriert. So kann man sie beim nächsten Mal sofort verständigen, falls wieder etwas passiert.
„Schatzi war glücklicherweise nicht schwer verletzt und bei uns gleich wieder auf den Beinen. Mit Chip und Registrierung hätte die Tierrettung vor Ort sein Frauerl eruieren können und die Halterin hätte sich viele Sorgen und Angst um ihn erspart“Johanna StadlerPfotenhilfe Geschäftsführerin
Sie fordert deshalb einmal mehr eine Chippflicht für alle Katzen – genauso wie bei Hunden: "Die kürzlich beschlossenen 15 Jahre Übergangsfrist der EU samt Ausnahme für Bauernhofkatzen sind völlig unbrauchbar. Denn der Leidensdruck für Mensch und Tier ist enorm.
Jahr für Jahr werden in Tierschutzeinrichtungen wie der Pfotenhilfe tausende Katzen abgegeben, die aufgrund ihres Pflege- und Ernährungszustandes sowie Kastrationsstatus offensichtlich ein Zuhause haben. Die meisten werden nie abgeholt, weil sie von ihren Haltern nicht gefunden werden, da diese oft nicht wissen, wo sie nach ihnen suchen sollen."