Kilometerweit kein Wasser

Katze statt Fische – Trockenheit treibt seltsame Blüten

Die extreme Trockenheit zeigt nach wie vor ihre bösen Folgen: Ein großer Fluss im Innviertel führt weiter kein Wasser. Der Anblick ist bitter.
21.10.2026, 16:02
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Die anhaltende Dürre ist auch ein brennendes Thema bei den Feuerwehren: Mit dem Mattig-Fluss fehlt im Innviertel seit dem Sommer eine wichtige Löschwasserquelle. Feuerwehrler Markus Wiesauer hat bereits im Juni auf diesen Engpass hingewiesen. Weil sich die Lage weiter zugespitzt hat, wurde jetzt sogar die Einsatztaktik geändert.

"Wir haben deshalb bereits vorsorglich eine temporäre Änderung unserer Alarmierungsordnung beantragt", sagt Wiesauer, Kommandant in Jeging (Bez. Braunau). Bei Einsätzen werden zusätzliche Fahrzeuge eingeplant, um den Wegfall der offenen Entnahmestellen bestmöglich zu kompensieren.

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Durch die Mattig fließt kein Wasser mehr.
Manfred Fesl

Wie dramatisch die Lage bei der Mattig ist, zeigen jetzt aktuelle Fotos: statt Wasser ein leeres Flussbett, statt plätschernden Blaus sind unzählige Steine zu sehen. Besonders eindrücklich: Wo sich früher Fische tummelten, hat es sich eine Katze gemütlich gemacht.

"Die Mattig ist im Bereich von Jeging (Bez. Braunau, Oberösterreich) bis Uttendorf (Bez. Zell am See, Salzburg) nun schon seit Juni auf einer Länge von etwa zehn Kilometern völlig ausgetrocknet", erklärt Manfred Fesl. Er hat den bitteren Anblick mit seiner Kamera festgehalten.

Das Schlimme: Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Schon Ende Juni erklärten Experten des Landes Oberösterreich, dass sich ein Fluss zwar grundsätzlich selbst erholen kann. Aber: Nach einem vollständigen Austrocknen eines Gewässerabschnitts verlaufe dieser Prozess nur schrittweise.

Während erste Kleinlebewesen vergleichsweise rasch zurückkehren können, dauert es deutlich länger, bis sich auch alle Fischarten und Altersklassen wieder angesiedelt haben. Je nach Bedingungen könne das mehrere Jahre in Anspruch nehmen, hieß es.

red, 21.10.2026, 16:02