Ein Reit-Roboter, der Berge erklimmt, Flüsse überquert und dabei mit Wasserstoff galoppiert? Was nach Science-Fiction klingt, wird bei Kawasaki Heavy Industries gerade bitterernst entwickelt. Das hat das Unternehmen jetzt offiziell bestätigt.
Der japanische Technologiekonzern arbeitet demnach tatsächlich an einem vierbeinigen Offroad-Fahrzeug namens "Corleo", das Menschen künftig dorthin bringen soll, wo selbst Geländewagen, Motorräder und Bikes kapitulieren. Vorgestellt wurde das spektakuläre Konzept bereits auf der Japan World Expo 2025, wo es sofort zum Publikumsliebling wurde und weltweit für Staunen sorgte.
Dabei hat es sich aber, anders als vielfach angenommen, nicht nur um eine verrückte Idee gehandelt. "Corleo" wird konzernweit als eigenständiges Zukunftsprojekt geführt und weiterentwickelt. 2030 soll das Roboter-Pferd bzw. der Robo-Löwe bei der Weltausstellung in Riad als Transportmittel eingesetzt werden, die Serienreife peilt Kawasaki für 2035 an.
Technisch verbindet "Corleo" das Beste aus zwei Welten: die Stabilität eines vierbeinigen Roboters und die Dynamik eines Motorrads. Gesteuert wird nicht über komplizierte Hebel, sondern ganz intuitiv – durch Gewichtsverlagerung, ähnlich wie beim richtigen Reiten. Dank der vier Beine soll das Fahrzeug selbst auf unwegsamem Untergrund sicher bleiben, egal ob Geröll, Schnee oder Wasserläufe.
Auch beim Antrieb setzt Kawasaki auf Zukunft. "Corleo" nutzt Wasserstoff, ein wasserstoffbetriebener Verbrennungsmotor erzeugt Strom für den elektrischen Antrieb der Beine. Parallel dazu entsteht ein eigener Riding Simulator, der bis 2027 fertig sein soll. Damit können potenzielle Nutzer das Roboter-Reiten realistisch trainieren.
Besonders smart ist das integrierte Safe-Adventure-System. Über entsprechende Sensoren erkennt das System etwa Wetter, Temperatur, Straßenverhältnisse sowie Wildtiere in der Nähe und leitet die Nutzer über Geräte wie Smartphones auf sichere Routen.