Mit dem neuen "Vegavita Frei von"-Versprechen will Billa einmal mehr bei gesundheitsbewussten Kunden landen. Der Clou: Der Lebensmittelhändler garantiert, dass ab sofort alle rund 90 Artikel der rein pflanzlichen Eigenmarke Vegavita zu 100 Prozent frei von zugesetzten Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen, Palmöl sowie gehärteten Fetten sind. Damit setze man neue Maßstäbe im Segment, heißt es.
"Mit Vegavita, 2002 eingeführt und damit die älteste rein pflanzliche Eigenmarke Österreichs, hat Billa früh auf die Nachfrage nach rein pflanzlichen Produkten reagiert. Ein breites Angebot allein reicht nicht aus. Konsumentinnen und Konsumenten schauen immer genauer auf die Zutatenliste", sagt Erich Szuchy, Vorstandsvorsitzender von Billa.
Der Stellenwert pflanzenbasierter Fleisch- und Milchalternativen wächst in Österreich kontinuierlich. Aktuelle Zahlen von NielsenIQ für den Lebensmitteleinzelhandel würden laut Billa zeigen, dass pflanzenbasierte Fleischprodukte im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 ein Absatzplus von mehr als elf Prozent verzeichnen. Pflanzliche Milchalternativen legten im selben Zeitraum um mehr als sieben Prozent zu. Rein pflanzliche Produkte würden damit in immer mehr Haushalten an Bedeutung gewinnen, die Zielgruppe werde laufend größer.
Wie groß diese Zielgruppe ist, zeigt auch eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Billa. Demnach konsumieren 77 Prozent der Kunden sowohl Fleisch als auch pflanzliche Produkte. 14 Prozent der Menschen in Österreich ernähren sich vegetarisch oder rein pflanzlich.
Gleichzeitig wird deutlich, worauf Konsumenten beim Einkauf achten: 77 Prozent legen Wert auf Lebensmittel ohne Konservierungsstoffe, 69 Prozent auf palmölfreie Produkte und 75 Prozent auf Produkte ohne künstliche Aromen. Über den Kauf pflanzenbasierter Lebensmittel entscheidet laut Umfrage in erster Linie der Geschmack, gefolgt von Preis und Inhaltsstoffen.
Auch bei den Zutaten selbst zeigen sich klare Präferenzen. Drei von vier Befragten geben an, Bohnen als Zutat rein pflanzlicher Produkte zu bevorzugen, am häufigsten wird Soja genannt. Dieses spielt auch bei Vegavita eine zentrale Rolle, etwa beim rein pflanzlichen Schnitzel, bei dem von europäischer Erbse auf Soja aus Österreich umgestellt wurde. Zunehmend gefragt ist zudem Tempeh, das bei Vegavita aus verschiedenen ganzen Bohnen fermentiert wird.
Im Jänner setzt Billa zusätzlich ein preisliches Signal und schenkt Kunden die zusätzliche Mehrwertsteuer auf alle pflanzlichen Drinks. Hintergrund ist die unterschiedliche Besteuerung: Während tierische Milch mit zehn Prozent besteuert wird, liegt der Mehrwertsteuersatz bei pflanzlichen Alternativen bei 20 Prozent. "Bereits in jeder 10. bei Billa verkauften Milchpackung steckt eine rein pflanzliche Variante. Im Sinne der Fairness fordern wir die steuerliche Gleichstellung", sagt Verena Wiederkehr, Head of Plant-Based Business Development bei Billa.
Pünktlich zum Veganuary erweitert Billa zudem sein Sortiment um eine neue Produktlinie auf Pilzbasis. Exklusiv bei Billa Plus und Billa Pflanzilla werden Pilz-Patties, Pilz-Bällchen und Pilz-Hack der Marke "MushRoots" angeboten. Dahinter steht das Hamburger Start-up Infinite Roots, das eine neue Kategorie nachhaltiger Proteine entwickeln will.
Die Produkte bestehen zu bis zu 73 Prozent aus Pilzen, kommen ohne künstliche Aromen und Geschmacksverstärker aus, bestehen zu 100 Prozent aus küchenüblichen Zutaten und weisen einen hohen Proteingehalt auf. Sie lassen sich von Burger bis Bolognese einsetzen und sind in weniger als zehn Minuten zubereitet. Die MushRoots-Produkte sind ab sofort um je 3,69 Euro in den österreichischen Billa-Plus-Märkten und demnächst auch bei Billa Pflanzilla erhältlich.