Für Raucher in Österreich wird 2026 deutlich teurer: Schon ab 19. Jänner erhöht Japan Tobacco International (JTI) die Verkaufspreise vieler beliebter Zigarettenmarken, Mitbewerber Philip Morris zieht am 2. Februar mit. Andere Anbieter werden wohl folgen. Sie haben aber neue Preise und Datum noch nicht offiziell gemacht. Grund für die Aufschläge ist vor allem eine weitere Anhebung der Tabaksteuer, die dem Staat bei der Budgetsanierung helfen soll.
Konkret werden mit 19. Jänner die JTI-Marken Camel, Benson & Hedges, Sobranie, Winston, Meine Sorte und Smart Export um 30 bis 40 Cent teurer. So kostet eine Packung Camel Blue, Yellow oder Dark Blue künftig 6,80 Euro statt wie bisher 6,50 Euro, für die jeweiligen 100er-Varianten werden 6,90 Euro statt wie bisher 6,60 Euro fällig. Für die größere Packung Camel Essential Blue L 24 müssen Raucher sogar 7,40 Euro zahlen, 40 Cent mehr als jetzt.
Auch bei Benson & Hedges Black Big 23 und Silver Big 23 gibt’s einen kräftigen Anstieg von 6,60 Euro auf 7,00 Euro, Sobranie Black und Gold steigen von 6,90 Euro auf 7,20 Euro, Sobranie S-Pink von 7,00 Euro auf 7,30 Euro. Bei Winston Blue L 24 und Winston Classic L 24 zieht der Preis von 7,00 Euro auf 7,40 Euro an, Meine Sorte (Classic, Classic 100, One) steigt von 7,00 Euro auf 7,30 Euro, Smart Export von 6,70 Euro auf 7,00 Euro.
Auch bereits fix: Kurz darauf, nämlich am 2. Februar 2026, erhöht Mitbewerber Philip Morris die Preise zahlreicher Sorten um zehn bis 20 Cent. Die populäre Marke Marlboro kostet dann erstmals 7,00 Euro pro Packung – nach derzeit noch 6,90 Euro, Varianten wie Marlboro Soft, Touch, Red Touch oder Gold Soft steigen von 6,60 Euro auf 6,80 Euro.
Chesterfield wird ebenfalls teurer: Die klassischen Editionen verteuern sich von 6,20 Euro auf 6,40 Euro, die 100s-Versionen von 6,30 Euro auf 6,50 Euro, Chesterfield Tuned Blue und Silver von 5,90 Euro auf 6,00 Euro. Zugleich führt Philip Morris neue Großpackungen ein: Chesterfield 23er liegt bei 7,00 Euro, Marlboro 24er bei 8,00 Euro, die entsprechend größeren Marlboro 31s sowie L&M 32s kosten jeweils 10,00 Euro.
Auch die Preise für Philip Morris White und Philip Morris Supreme werden von 6,30 Euro auf 6,50 Euro angehoben, bei den Heets-Tabaksticks (alle Sorten) werden jeweils zehn Cent draufgeschlagen. Für die sind künftig 6,30 Euro zu zahlen.
Hauptpreistreiber ist die Tabaksteuer, die in Österreich im Rahmen der Budgetplanung mit 1. Februar weiter angehoben wird. Mit 1. April werden zudem alternative Produkte wie E-Liquids und Nikotinbeutel in die Tabaksteuer einbezogen, auch sie werden deshalb teurer. Unterm Strich sollen die Maßnahmen zusätzlich rund 100 Millionen Euro ins Staatssäckel spülen.
Bereits 2025 kassierte der Staat 2,18 Milliarden Euro an Tabaksteuer. Inklusive Umsatzsteuer betrugen die Tabak-Einnahmen 2,9 Milliarden Euro. Damit steuerten Raucher im vergangenen Jahr etwas mehr als zwei Prozent zum Gesamtbudget der Republik Österreich bei.