Mit "VOKI", der "Vorarlberg KI", bietet das Land seinen Mitarbeitern seit einem guten Monat eine eigene Plattform für den sicheren Einsatz künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung. Diese KI läuft vollständig auf landeseigenen Servern, hieß es in einer Aussendung stolz. Doch nicht alles daran ist "made im Ländle".
Was passierte 1989 am Tian’anmen-Platz? Sollten sich Mitarbeiter diese oder andere Fragen über die Volksrepublik China haben, gibt es ein Problem. Denn VOKI kann "keine Informationen bereitstellen, die in China als sensibel eingestuft werden", zitiert der ORF Vorarlberg aus der Antwort.
Das liegt daran, dass die Linzer Firma, die die Anwendung erstellt hat, sich bei einem frei verfügbaren KI-Modell aus China bediente. Für die Entscheidung ausschlaggebend seien Punkte wie Leistungsfähigkeit, Datenschutz und Informationssicherheit gewesen – alle Daten bleiben aber eben auf Servern des Landes.
"Wir nehmen mögliche Verzerrungen oder Einschränkungen eines Sprachmodells ernst", erklärt das Land gegenüber dem ORF; betont dabei aber auch, dass VOKI "bewusst nicht als Suchmaschine oder verbindliche Faktenquelle konzipiert" worden sei. Vielmehr soll sie beim Zusammenfassen, Übersetzen und Durchsuchen interner Dokumente helfen.
Wollen sich Landesbedienstete also etwa über Taiwan informieren, ist auch hierfür wohl eine andere Quelle hilfreicher als die landeseigene KI.