Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christen die Zeit der Ruhe und Einkehr. Nicht aber in der heimischen Politik: An dem Tag wird traditionell kräftig ausgeteilt und eingeschenkt. Auch dieses Jahr verspricht der politische Aschermittwoch große Spannung.
Der unter Jörg Haider 1992 ins Leben gerufene politische Aschermittwoch der FPÖ ist ein Fixpunkt im freiheitlichen Veranstaltungskalender.
Heuer findet der FPÖ-Aschermittwoch traditionell in der Rieder Jahnturnhalle statt. Als Redner werden der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner und Parteiobmann Herbert Kickl erwartet. Vor rund 2.000 Anhängern wird der FPÖ-Chef zum Rundumschlag gegen die Bundesregierung ausholen.
Rund 300 Kilometer südlich steigt der politische Aschermittwoch auch bei der Kärntner ÖVP. Landesparteiobmann Martin Gruber empfängt in der Klagenfurter Messearena Parteichef und Bundeskanzler Christian Stocker. Für Stocker ist das Format neu, seine Rede zum politischen Neujahrsauftakt kann als erste Vorbereitung gelten. Verstärkung erhält die ÖVP von EVP-Chef Manfred Weber – einem waschechten Bayern, der mit dem Aschermittwoch bestens vertraut ist.
Auch die SPÖ veranstaltet heuer einen politischen Aschermittwoch. Der steirische SP-Chef Max Lercher lädt in die Freizeitanlage Zechner nach Kobenz. "Direkt, pointiert und mit einer Prise Wortwitz bringen Lercher und seine Gäste die Dinge auf den Punkt", ist auf der offiziellen Website der SPÖ Steiermark zu lesen.
Der Eintritt inklusive Bieranstich und Heringsschmaus kostet 15 Euro, 10 Euro für SPÖ-Mitglieder. Alle Redner standen noch nicht fest, aber auf jeden Fall wird der designierte Nachfolger von Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat und Landesparteivorsitzender Daniel Fellner, auftreten, hieß es aus der steirischen SPÖ. In jüngster Vergangenheit hatten Klubchef Philip Kucher und Parteichef Andreas Babler Auftritte.