Im neuen Jahr

Kosten-Explosion: Bald bis zu 142 Euro mehr für Gas

Der Weihnachtsfriede hält finanziell nur kurz an. Schon in wenigen Wochen werden die Gasrechnungen sehr deutlich ansteigen.
Michael Pollak
27.12.2025, 21:03
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Bitterer Vorgeschmack auf 2026, wieder wird’s teurer: Die Netzkosten für Haushalte mit Gasanschluss steigen im Schnitt um 18 Prozent. Nach dem Strompreis-Schock heuer (plus mehr als ein Drittel) wird Gas im kommenden Jahr zum "Preistreiber".

Laut dem Verordnungsentwurf der E-Control trifft es am schlimmsten Haushalte in Kärnten. Dort steigen die Gas-Netztarife gleich um 35 Prozent. Für einen Durchschnittshaushalt mit 15.000 kWh Verbrauch heißt das: rund 142 Euro mehr pro Jahr – also fast 12 Euro monatlich. Im Burgenland sind es 120 Euro, in Wien immerhin noch 85 Euro (siehe Grafik).

So sollen die Preise ab kommenden Jahr steigen. Erste Spalte: Netzkosten pro kWh. 2. Spalte: Mehrkosten pro Jahr in Euro. 3. Spalte: Anstieg in Prozent. Annahme: Jahresverbrauch 15.000 kWh
E-Control

Hintergrund: Immer weniger Menschen heizen mit Gas – dadurch müssen sich die Fixkosten auf weniger Schultern verteilen. Zusätzlich belastet Österreichs neue Rolle nach dem Ukraine-Krieg: Das Land ist kein Transitstaat mehr und bleibt auf den Pipeline-Kosten sitzen.

E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch betont, dass der Gas-Ausstieg und die milderen Winter auch in den kommenden Jahren zu steigenden Netzkosten führen werden. Die Behörde will Druck auf Netzbetreiber machen, das Gasnetz zu verkleinern – doch die gesetzliche Anschlusspflicht bremst.

So verändern sich die Strom-Netzkosten 2026. In Wien sparen sich Haushalte 10 Euro, in Salzburg knapp 36 Euro. Aber im Burgenland zahlt man um 58 Euro mehr.
E-Control

Strom-Netzkosten sinken in 5 Bundesländern

Etwas Entlastung gibt es dagegen beim Strom: Nach dem Rekordanstieg heuer steigen die Stromnetzgebühren 2026 nur um 1,1 Prozent. In fünf Bundesländern – darunter Wien, Kärnten und Vorarlberg – sinken sie sogar (Grafik oben).

Dank des Photovoltaik-Booms führt die E-Control erstmals einen "Sonnen-Rabatt" ein: Wer zwischen April und September zu Mittag Strom verbraucht, zahlt 20 Prozent weniger Netzgebühren. Der Rabatt wird automatisch verrechnet, sofern Kund:innen ihre Viertelstundenwerte aktiviert haben.

{title && {title} } POM, {title && {title} } 27.12.2025, 21:03
Jetzt E-Paper lesen