Uni, TV-Auftritte

Kreml-Gehalt von Ex-Ministerin Karin Kneissl enthüllt

Nach dem Überfall Putins auf die Ukraine ist Ex-FPÖ-Ministerin Karin Kneissl nach Russland gezogen, arbeitet dort in staatsnahen Positionen.
Newsdesk Heute
09.03.2026, 17:11
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Russland-nähe von Österreichs Ex-Außenminister Karin Kneissl (FPÖ) war nie ein Geheimnis. Selbst nach dem Krim-Krieg 2014 und der Invasion des Donbass lud sie den Diktator Wladimir Putin zu ihrer Hochzeit ein. Die Bilder des gemeinsamen Tanzes und ihres Knicks vor dem Despoten gingen um die Welt, empörten ganz Europa.

Auch nach dem Überfall auf die Ukraine 2022 blieb Kneissl auf der Seite Russlands. Schon 2020 verließ sie Österreich, weil sie sich "politisch verfolgt" fühlte. Erst ging es in Richtung Paris, dann in den Libanon, wo sie eine Ponyfarm gründete, 2023 zog sie nach Russland (ihre Pferde reisten per Militärjet mit).

Schon Jahre davor bezog sie ihr Gehalt aus dem Kreml. Ab 2020 war sie als Gastautorin für den mittlerweile in der EU verbotenen Sender "Russia Today" tätig, zog 2021 in den Aufsichtsrat des staatsnahen Ölkonzerns Rosneft ein. 2023 wurde die schließlich Präsidentin eines eigens für sie gegründeten Thinktanks und lehrt an einer staatlichen Uni.

Viertelmillion Euro für eigenen Thinktank

Laut geleakten Dokumenten Kneissls, die dem russischen Exilmedium "Novaya Gazeta Europe" und dem "Standard" vorliegen, bezog sie als Präsidentin des staatlichen Thinktanks bisher ein Salär von umgerechnet 244.000 Euro. Für Auftritte im russischen Staats-TV "Perwy Kanal" bekam sie weitere 2.200 Euro pro Auftritt.

Kneissl ließ auf Anfrage wissen, dass sie in Russland im Gegensatz zu Österreich "viel mehr lehren und sagen" könne. Und deshalb wolle die österreichische Regierung sie "staatenlos" machen. Wie berichtet, wollen Neos die Aberkennung ihrer Staatsbürgerschaft prüfen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.03.2026, 18:27, 09.03.2026, 17:11
Jetzt E-Paper lesen