Der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) wurde vor etwa 100 Jahren gezielt nach Europa eingeschleppt. Inzwischen ist er die häufigste invasive Krebsart in unseren Gewässern und wurde bereits in zahlreichen Flüssen und Bächen nachgewiesen.
Das Problem: Der aus Nordamerika stammende Krebs trägt einen Pilz mit sich, der die sogenannte Krebspest auslöst. Während der Signalkrebs selbst immun dagegen ist, endet ein Befall für heimische Edel- und Steinkrebse fast immer tödlich.
Wie "Chip" berichtet, greift der Pilz das Nervensystem der heimischen Krebse an. Manchmal werde durch die Krebspest eine komplette lokale Population ausgelöscht. Für Menschen und Haustiere stelle der Pilz jedoch keine Gefahr dar.
Der Signalkrebs wird normalerweise bis zu 18 Zentimeter lang, in Einzelfällen wurden aber auch Exemplare mit über 20 Zentimetern gefunden. Der Körper ist braun-oliv gefärbt, manchmal fast schwarz. Typisch ist ein türkiser Fleck im Scherengelenk, die Unterseite der Scheren ist rot.
Wer einen Signalkrebs entdeckt, sollte die Finger davon lassen. Die Krebse können mit ihren großen Scheren schmerzhaft zwicken.
Außerdem sollte man sie keinesfalls in andere Gewässer setzen, da das zur weiteren Verbreitung beiträgt.
Fangen und töten dürfen Signalkrebse nur Personen mit einem gültigen Fischereischein und einer Fischereiberechtigung für das jeweilige Gewässer. Das Fleisch der Krebse soll übrigens sehr aromatisch sein und an Hummer erinnern.