Widerlich und Verachtenswert

Urteil in New York: ca. 200 Jahre Haft für Killer

Rex Heuermann, der als Gilgo-Beach-Serienmörder bekannt wurde, ist zu mehrfacher lebenslanger Haft verurteilt worden. Seine Opfer: acht Frauen.
Newsdesk Heute
18.06.2026, 08:54
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Rex Heuermann, der als Serienmörder von Gilgo Beach gilt, wurde am Mittwoch in New York zu dreimal lebenslanger Haft wegen Mordes ersten Grades sowie zu weiteren viermal 25 Jahren auf Lebenszeit wegen Mordes zweiten Grades verurteilt. Die Strafen werden nacheinander vollstreckt.

Die Urteilsverkündung folgte auf emotionale Stellungnahmen der Angehörigen der acht ermordeten Frauen. Sie sprachen von "lebenslanger Zerstörung" und berichteten über den tiefen Schmerz, den der Verlust ihrer Liebsten verursacht hat.

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Heuermann habe im April gestanden, seine Opfer erdrosselt und gefesselt zu haben, bevor er ihre Leichen an entlegenen Stränden von Long Island ablegte. Die Morde ereigneten sich zwischen 1993 und 2010, und der Fall konnte erst nach mehr als einem Jahrzehnt gelöst werden.

Opferfamilien und Richter emotional

Während der Urteilsverkündung wandte sich Richter Timothy Mazzei mit scharfen Worten an den Angeklagten: "Du bist ein widerlicher und verachtenswerter, kleiner Mann, wenn du überhaupt ein Mann bist. Und du bist ein Feigling." Nach diesen Worten eruptierte der Gerichtssaal in Applaus. Heuermann übernahm vor Gericht die Verantwortung für seine Taten und gestand, dass seine Worte "keine Bedeutung" mehr hätten.

Die Opfer, allesamt Frauen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, arbeiteten zur Tatzeit als Sexarbeiterinnen und hatten zum Teil kleine Kinder. Angehörige schilderten vor Gericht, wie der Verlust ihr Leben geprägt habe. Die Tochter eines der Opfer sagte: "Sie war jung geblieben, aber sie war auch einfach jung. Jetzt bin ich fast zwei Jahre älter, als sie je werden wird."

Jahrelange Ermittlungen und Kritik an der Polizei

Die Polizei hatte jahrelang ohne Erfolg ermittelt, bis ein Hinweis aus dem Jahr 2010 schließlich zu Heuermann führte. 2023 wurde der verheiratete Vater von zwei Kindern am Arbeitsplatz festgenommen, nachdem DNA-Spuren auf einer Pizzaschachtel ihn mit den Morden in Verbindung gebracht hatten. Einige Angehörige warfen der Polizei vor, die Ermittlungen nicht energisch genug geführt zu haben, weil es sich bei den Opfern um Sexarbeiterinnen gehandelt habe.

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