Im Vorjahr sammelte die Asfinag auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen insgesamt 8.915 Tonnen Müll ein. Das ist zwar etwas weniger als 2024, dennoch verursachte der Abfall Kosten von knapp neun Millionen Euro.
Besonders problematisch ist der Müll, der direkt auf der Fahrbahn landet. Mehr als ein Viertel der gesamten Abfallmenge – über 2.200 Tonnen – musste von Asfinag-Mitarbeitern händisch eingesammelt werden. Dafür sind regelmäßig Arbeiten im fließenden Verkehr notwendig.
"Unsere Mitarbeitenden sammeln den Müll mit Tagesbaustellen auf – das ist immer ein gewisses Risiko für die Kolleginnen und Kollegen. Weil diese Arbeit im Fließverkehr erfolgt, ist bei den Verkehrsteilnehmenden große Aufmerksamkeit gefragt. Und achtlos entsorgter Müll auf der Fahrbahn gefährdet nicht nur die Asfinag-Mitarbeitenden, sondern eben auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden", sagt Asfinag-Geschäftsführerin Tamara Christ.
Die Asfinag warnt davor, dass bereits scheinbar harmlose Gegenstände schwere Unfälle auslösen können. Flaschen oder Dosen würden bei Autobahngeschwindigkeiten zu gefährlichen Geschoßen werden. Aber auch herumfliegendes Papier könne Autofahrer zu abrupten Brems- oder Ausweichmanövern zwingen. "Einfach gesagt: Wer Müll korrekt entsorgt, trägt zum Schutz von Menschen bei und erhöht die Verkehrssicherheit deutlich", so Christ.
Neben weggeworfenem Kleinmüll bereiten der Asfinag auch illegale Müllablagerungen Sorgen. Immer wieder würden Hausmüll, Bauschutt, Autoreifen oder sogar ganze Möbelstücke neben Autobahnen entsorgt – häufig, um sich die Entsorgungskosten zu sparen.
Am meisten Müll fiel auch 2025 in Niederösterreich an. Dort sammelte die Asfinag insgesamt 1.975 Tonnen ein. Dahinter folgen Oberösterreich mit 1.504 Tonnen, die Steiermark mit 1.415 Tonnen, Tirol mit 1.380 Tonnen und Kärnten mit 1.305 Tonnen.
Zuwächse gab es gegenüber dem Vorjahr in Kärnten (+1,6 Prozent), Salzburg (+15,2 Prozent), dem Burgenland (+14,6 Prozent) und Vorarlberg (+1,8 Prozent). In Wien ist die Müllmenge um 123,8 Prozent hochgeschossen – von 21 Tonnen im Jahr 2024 auf 47 Tonnen im Jahr 2025.
Um die Sicherheit der Straßenarbeiter zu erhöhen, läuft heuer gemeinsam mit dem ÖAMTC und dem Verkehrsministerium die Kampagne "Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst".