Über 300.000 Kinder in den USA leiden an Diabetes Typ-1. Grund genug für den US-Spielzeughersteller Mattel, die erste "Diabetes-Barbie" auf den Markt zu bringen. Zum Verkaufsstart werben Promis aus Sport, Social Media und Modewelt, die ebenfalls mit Diabetes Typ-1 diagnostiziert wurden, für die neuen Puppen der Fashionistas-Serie – darunter das Model Lila Moss (22), das sogar ihre eigene Puppe erhält.
"Ich bin stolz darauf, meine Plattform nutzen zu können, um über Typ-1-Diabetes aufzuklären und zu zeigen, dass es cool ist, anders zu sein", zeigt sich Moss über die ihr nachempfundene Puppe begeistert. Dass sie jetzt Nachrichten von Menschen erhalte, die ihren Patch sehen und sich repräsentiert fühlen, "bedeutet mir alles", so die 22-Jährige in einer Aussendung von Mattel.
Auch in Österreich gibt es rund 30.000 Betroffene von Diabetes Typ-1. Die Krankheit ist nicht heilbar – aber gut behandelbar. Da der Körper Zellen in der Bauchspeicheldrüse angreift, die Insulin produzieren, müssen die Erkrankten täglich mehrmals Insulin zuführen. Entweder per Spritze oder mit einer Pumpe, die an der Hüfte getragen wird und automatisch Insulin in den Körper abgibt. Dazu gibt es einen Patch, der am Arm aufgeklebt wird, um laufend den Insulinspiegel im Blut zu messen. Beides ist auch auf den neuen Barbie-Modellen klar zu erkennen.
Mit den Diabetes-Barbies diversifiziert Mattel sein Angebot auf nun bereits über 250 verschiedene Modelle, die möglichst viele Bevölkerungsgruppen und Lebensrealitäten abdecken sollen. Stolz bezeichnet die Firma mittlerweile ihre Barbies als "die diverseste Puppenlinie". Die Puppen decken 35 verschiedene Hauttöne ab mit unterschiedlichsten Haartypen. Es gibt sie sowohl schlank als auch mollig, klein und groß.
In den letzten Jahren kamen auch Puppen mit körperlichen Beeinträchtigungen dazu. So gibt es bereits eine "Rollstuhl-Barbie", Barbies mit Prothesen, Hörgeräten und Down Syndrom (seit 2023). Damit hat Mattel kontinuierlich das Klischee der ultraschlanken, blonden "Model-Barbie" aufgebrochen.
Erklärtes Ziel ist, dass für alle Kinder Puppen dabei sind, mit denen sie sich identifizieren können – aber auch, um Kindern die vielfältigen Lebensrealitäten und Perspektiven auf dem Weg zum Erwachsensein aufzuzeigen. "Durch die Berücksichtigung von Krankheiten wie T1D sorgen wir dafür, dass sich mehr Kinder in den Geschichten, die sie sich ausdenken, und in den Gegenständen, die sie lieben, wiederfinden können", erklärt Mattel.