Eine gewaltige Rauchsäule, meterhohe Flammen und eine stundenlange Sperre: Kurz nach Mitternacht geriet auf der Nordautobahn in Fahrtrichtung Wien ein Renntransporter in Brand.
Der Lenker konnte den Sattelzug bei Kilometer 19 noch auf dem Pannenstreifen abstellen und den Auflieger von der Zugmaschine abhängen. Er brachte sich rechtzeitig in Sicherheit und blieb unverletzt.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand der Achsbereich des Sattelaufliegers bereits in Vollbrand. Die Flammen drohten auf das gesamte Fahrzeug überzugreifen, dichter Rauch zog über die Autobahn.
Die Feuerwehren Schrick und Gaweinstal starteten unter schwerem Atemschutz den Löschangriff. Weil das Löschwasser knapp zu werden drohte, wurden auch die Feuerwehren Mistelbach-Stadt und Wilfersdorf alarmiert.
Mit insgesamt fünf Strahlrohren bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer von beiden Seiten und aus dem Inneren des Aufliegers. Teile des Transporters mussten geöffnet werden, um versteckte Brandherde zu erreichen. Anschließend suchten die Feuerwehrleute den Lkw mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern ab.
Besonders brisant war die Ladung: Im Auflieger befanden sich hochwertige Formel-4-Rennwagen sowie umfangreiches Motorsportequipment. Teile der Ladung mussten nach den Löscharbeiten vorsichtig aus dem beschädigten Transporter geholt und in Sicherheit gebracht werden.
Während des Großeinsatzes krachte es auch im entstandenen Rückstau. Zwei Autos kollidierten auf der Zufahrt zur Einsatzstelle und blockierten die linke Fahrspur sowie den Weg für weitere Einsatzfahrzeuge. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und transportierte ein beschädigtes Fahrzeug ab.
Die A5 musste während der Lösch- und Bergearbeiten komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die B7 umgeleitet. Ein Bergeunternehmen transportierte den schwer beschädigten Auflieger schließlich ab.
Insgesamt standen vier Feuerwehren, Polizei, Rotes Kreuz und mehrere Bergefahrzeuge im Einsatz. Die letzten Feuerwehrleute konnten erst gegen 4 Uhr ins Feuerwehrhaus zurückkehren.