Was am 6. Juli 2025 in der Brünner Straße in Wien-Floridsdorf begann, liest sich wie eine Szene aus einem Film: Ein 63-jähriger Wiener bremste ein Auto mit tschechischem Kennzeichen abrupt aus – offenbar aus Zorn über ein vorangegangenes Überholmanöver.
Doch er hatte sich geirrt: Am Steuer saß kein Tscheche, sondern ein Steirer (59), der lediglich auch einen Wohnsitz in Tschechien hat.
Nach einem kurzen Wortgefecht flogen plötzlich schon die Fäuste. Laut Anklage soll der Wiener zuerst die Ehefrau des Steirers mit einem Tritt zu Boden gestreckt haben – Hämatome am Fuß inklusive, obwohl die Frau völlig unbeteiligt war.
Dann prügelten der 63-Jährige und sein 34-jähriger Beifahrer angeblich gemeinsam auf den Steirer ein. Blutige Striemen, Schürfwunden und sogar eine Kopfverletzung waren die Folge.
Doch auch der Steirer wehrte sich heftig: Er biss dem 34-Jährigen so fest in den Finger, dass dieser vor Schmerzen aufjaulte. Außerdem soll er ihn mit einem Gürtel attackiert und ihm Kratzer im Gesicht, am Hals und am Oberkörper verpasst haben. Auch der 63-Jährige bekam Tritte und Schläge ab.
"Ich musste meine Frau verteidigen. Das ist meine Pflicht!", verteidigte sich der Steirer nun vor Gericht.
Im Gerichtssaal war der Ärger längst verpufft, es herrschte Einsicht – man genierte sich: "Alle entschuldigten sich", berichtete Star-Verteidigerin Astrid Wagner. Und weil unklar blieb, wer den Streit eigentlich begonnen hatte, gab es für alle drei Beteiligten einen Freispruch – rechtskräftig!