Wegen "Shutdown"

Massives Chaos droht! Flüge werden gestrichen

Wegen des anhaltenden Haushaltsstreits in den USA sollen ab Freitag landesweit Flüge gestrichen werden. Der Verkehrsminister warnt vor massivem Chaos.
Newsdesk Heute
06.11.2025, 09:22
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Der anhaltende Haushaltsstreit in den USA bringt nun auch den Flugverkehr ins Wanken. Wegen des sogenannten "Shutdowns" sollen ab Freitag landesweit Flüge gestrichen werden. Verkehrsminister Sean Duffy kündigte an, dass die geplanten Flugkapazitäten "an 40 Flughäfen des Landes um zehn Prozent gekürzt" würden.

Laut dem Chef der US-Luftfahrtbehörde FAA handelt es sich dabei um die "40 verkehrsreichsten" Airports der USA. Damit sollen vor allem die von der Haushaltssperre besonders betroffenen Fluglotsen entlastet werden.

Massives Chaos droht

Bereits am Dienstag hatte Duffy gewarnt, dass Teile des US-Luftraums gesperrt werden könnten, weil sich zahlreiche Fluglotsen krank melden – sie erhalten derzeit kein Gehalt. Das Szenario könnte kurz vor zwei langen Feiertagswochenenden im November für massives Chaos sorgen. Besonders kritisch ist die Lage vor dem Erntedankfest (Thanksgiving) am 27. November, einem der wichtigsten Reisetage des Jahres. Schon in den vergangenen Wochen kam es an großen Flughäfen wie Houston (Texas) zu stundenlangen Verspätungen und Ausfällen.

Mehr als 60.000 Fluglotsen und Mitarbeiter der Transportsicherheitsbehörde TSA müssen derzeit ohne Lohn ihren Dienst verrichten. Das Weiße Haus warnte, dass vermehrte Krankmeldungen zu langen Schlangen und Verzögerungen an den Sicherheitskontrollen führen könnten.

Erfahrungen aus dem Jahr 2019 zeigen, wie gravierend die Situation werden kann: Damals trugen massenhafte Krankmeldungen von Flughafenpersonal entscheidend dazu bei, dass der damalige Shutdown unter Präsident Donald Trump beendet wurde.

Längster Shutdown in der Geschichte

Die aktuelle Haushaltssperre gilt seit dem 1. Oktober. Grund ist der festgefahrene Streit zwischen Republikanern und Demokraten im Senat über einen Übergangshaushalt. Während die Republikaner auf Einsparungen drängen, fordern die Demokraten zusätzliche Mittel für Bedürftige, deren Krankenversicherung sonst am Jahresende ausläuft.

Der nun längste Shutdown in der Geschichte der USA zeigt immer gravierendere Folgen: Rund 42 Millionen Menschen, die auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind, können diese seit dem Wochenende nicht mehr beziehen. Insgesamt sind etwa 1,4 Millionen Bundesbedienstete entweder im Zwangsurlaub oder müssen ohne Bezahlung weiterarbeiten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.11.2025, 11:01, 06.11.2025, 09:22
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