Im vergangenen Jahr sind bei der Tierschutzombudsstelle Steiermark insgesamt 679 Meldungen eingegangen. In 532 Fällen konnten tatsächlich Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt werden, woraufhin ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet wurde. Das ist ein deutlicher Anstieg – mehr als hundert Fälle mehr als im Jahr 2024, wie orf.at berichtet.
Besonders oft geht es dabei um Hunde und Katzen, erklärt Karoline Schlögl, die Tierschutzombudsfrau des Landes. "Also beim Hund ist es regelmäßig Lärmbelästigung, weil halt Hunde sehr viel bellen, oder weil Hunde verhaltensauffällig sind. Jetzt haben wir aktuell aufgrund des Sommers sehr viele Meldungen von Kaninchen, die direkter Sonne ausgesetzt sind, wo sich Leute einfach Sorgen machen."
„Also ich glaube, dass es Animal-Hoarding schon sehr lange gibt, aber dass es mittlerweile einfach mehr auffällt. Wenn es beim Nachbarn stinkt oder wenn der Nachbar sich merkwürdig verhält, reagiert man schneller als früher.“Karoline SchlöglTierschutzombudsfrau, Steiermark
Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) will den Tierschutz weiter stärken. Er setzt sich dafür ein, den Strafrahmen bei schwerer Tierquälerei zu erhöhen: "Da gibt es wirklich grausliche Taten, die kein Mensch versteht und nachvollziehen kann, und es gilt, den Strafrahmen zu erhöhen, dass man auch tatsächlich eine Haftstrafe bekommt".
Der entsprechende Antrag soll im nächsten Landtag beschlossen werden. Auch die Möglichkeiten, ein Tierhalteverbot zu verhängen, sollen ausgeweitet werden.